Der Treuhänder

Was ich als Aktionär nicht sehen will

Der Aktienmarkt ist schon eine verrückte Sache. Jeder schwört hier auf seine eigene Methodik. Manche dieser gleichen eher einer Esoterischen Strömung, andere basieren auf Theoretischen Modellen, die aus einem Labor entflohen sind. All das ist relativ egal. Wichtiger als die Auswahlmethodik ist die Methodik des Ausschließens. Einfach gesagt, Fehler vermeiden.

Was ich als Aktionär / Anteilseigner bei einer Unternehmung wirklich nicht sehen will ist eine Schwache Bilanz!

Vermeide eine schwache Bilanz

An einer Unternehmung kann an sich alles stimmen wie z.B. eine beständig hohe Gesamtkapitalrendite, ein gutes Produktportfolio, hohe Einstiegshürden in ihren Markt, etc. aber all das hilft nicht, wenn die Bilanz schwach ist.

1. Erste Hinweise auf eine schwache Bilanz bietet der Blick auf die Eigenkapitalquote. Ist diese gering ist der Anteil des Fremdkapitals, vereinfachend gesagt der Schulden, hoch. Doch kann man nicht pauschal sagen, dass eine Unternehmung, die z.B. nur eine Eigenkapitalquote von 42% hat, auch gleichzeitig eine schwache Bilanz aufweist.

2. Weitere hinweise erhält man, wenn man die Liquidität 1. bis 3. Grades überprüft. Hier kann die Liquiditätssituation einer Unternehmung besser eingeschätzt werden und damit die stärke der Bilanz. Es ist gut, wenn die Quick Ratio (Liquidität 2. Grades: (Geldvermögen + Wertpapier + kurzfristige Forderungen)/kurzfristige Verbindlichkeiten) größer 1 und die Current Ratio (Liquidität 3. Grades: Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten) größer als die Quick Ratio ist.

3. Eine weitere Prüfung die einem einen Hinweis auf die Stärke einer Bilanz gibt, ist der Zinsdeckungsgrad. Dabei wird das Verhältnis zwischen Zinsaufwendungen und den Einnahmen erfasst. Je größer dieser Wert ist, je geringer sind die Zinsaufwendungen gegenüber den Einnahmen und damit auch das Zinsänderungsrisiko.

Diese drei Anhaltspunkte, die auf die Verfassung einer Bilanz hinweisen, können ohne weiteres von einem Privatanleger binnen weniger Minuten geprüft werden.

Darüber hinaus sollte auch die Art der einzelnen Bilanzposten geprüft werden, wenn dieses für den Privatanleger möglich ist.

Schwache Bilanz = kein Engagement!

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