Der Treuhänder

5 Investment Thesen für die 20iger Jahre

Intelligence does not claim infallibility for its prophecies. Intelligence merely holds that the answer which it gives is the most deeply and objectively based and carefully considered estimate.”

Sherman Kent Founder of the Office of National Estimates
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Das Inflationsgespenst

Steigenden Preise haben für die Mehrheit der Bevölkerung zumeist negative Auswirkungen auf den jeweiligen Lebensstandard. Hier geht es einfach darum was sich ein Individuum / Haushalt überhaupt leisten kann. Nicht der eigentliche Preis ist also ausschlaggebend, sondern was sich die Bürger leisten können.

Das bedeutet:

Inflation = Knappheit

Deflation = Überangebot

Damit kann man sagen, dass die Inflation für keinen Menschen von Nutzen ist, denn die Knappheit von Gütern und Dienstleistungen führt dazu, dass sie sich kaum einer leisten kann. Demgegenüber steht die Deflation, die ein Ausdruck eines Überangebots von diesen Dingen ist. Das führt dazu, dass sich die Bürger mehr leisten können und damit ihr Lebensstandard ansteigt. Ein Umstand, den man als allgemein positiv bezeichnen kann.

Die jetzt stattfindende Inflation hat ihre Ursache in den zusammenbrechenden Lieferketten. Es tobt aktuell ein Wirtschaftskrieg, der Teil des neuen Kalten Krieges zwischen China und dem „Westen“ ist. Der letzte Schritt von chinesischer Seite aus sind Marine Manöver in der Straße von Bohai, womit der schon jetzt immense Warenstau weiter verschärft wird. Alle Schritte Chinas deuten auf ein nicht offiziell erklärtes Handelsembargo gegenüber dem „Westen“ hin.

Dieser neue Kalte Krieg ist ein Teil des Puzzles, welches zu der jetzt zu beobachtenden Waren / Güter Knappheit und damit der Inflation führt. Ein weiteres Puzzle Teil ist eine über Jahrzehnte verfehlte Außen- und Wirtschaftspolitik, die durch schlechte Notenbank Politik begleitet wurde und wird. Die schlechte Notenbankpolitik im Zusammenspiel mit dem natürlichen Verhalten des Menschen ist ein gern übersehener Faktor, der zu einer Abnahme der Wirtschaftlichen Aktivität beiträgt. Wo nichts produziert wird, dort kann auch nichts verteilt werden, was schlussendlich Knappheit bedeutet. Geld kann man nicht essen!

Das natürliche Verhalten des Menschen prägt die Wirtschaft

Das Menschliche Verhalten prägt die Wirtschaft. Es folgen Beobachtungen auf die mich ein Twitter User mit dem Pseudonym @Ektrit aufmerksam gemacht hat und in der Volkswirtschaftslehre allzu oft ignoriert werden.

  • Die meisten Menschen arbeiten nicht gern!
  • Wenn sie also nicht arbeiten gehen müssen, um sich und ihre Familie mit dem was sie sich wünschen1 versorgen zu können, dann werden sie auch nicht arbeiten gehen!2 
  • Nur wenige Menschen haben die Neigung zur Überproduktion. Dieses sind die Unternehmer die freiwillig die benötigten Produktionsmittel zur Verfügung stellen und das damit einhergehende Risiko akzeptieren.
  • Output per Stunde ist die Messgröße die vorgibt wieviel innerhalb einer Volkswirtschaft verteilt werden kann!
  • Wo keine Überproduktion herrscht, dort kann am Ende auch nichts verteilt werden!
  • Habe ich als Unternehmer keinen Anreiz etwas zu produzieren, weil Financial Engineering attraktivere Renditen als die Produktion bietet und der Gewinn einer Überproduktion nicht sicher zu mehr als 2% realer Verzinsung angelegt werden kann, dann stelle ich die Produktion mit der Zeit ein! Das geschieht weil der Aufwand irgendwann in keinem vertretbaren Verhältnis mehr zum Ertrag steht. Zusätzlich kann dennoch durch Financial Engineering ein positiver Cash Flow generiert werden aufgrund der Negative Interest Rate Policy.
  • Damit etwas produziert werden kann müssen zwei Dinge gleichzeitig existieren a) der Wille zur Arbeit und b) die Verfügbarkeit von Produktionsmitteln! Beides beruht auf Freiwilligkeit und kann nicht erzwungen werden.

Solang das alles durch Negative Interest Rate Policy sabotiert wird, solang wird sich die wirtschaftliche Lage nicht verbessern. Erst mit Beendigung der NIRP Manie wird auch die wirtschaftliche Aktivität zurückkehren können und damit die grassierende Arbeitslosigkeit Europas enden.

1vgl. dazu: Die Durchschnittliche Arbeitslosenhilfe in den USA beträgt 378,- USD pro Woche. Der Betrag wurde von der Bundesregierung nochmals um 600,- USD pro Woche aufgestockt. https://www.cnbc.com/2020/04/09/how-much-unemployment-will-i-get-that-depends-on-your-state.html

2https://www.wsj.com/articles/millions-are-unemployed-why-cant-companies-find-workers-11620302440

De-Coupling – Mehr als nur ein Buzzword

Das De-Coupling und damit das Ende der alten Form der Globalisierung schreitet voran. Es ist die Reaktion der westlichen Welt auf das destruktive Verhalten Chinas. Sei es ihr Drang jegliche Technologien stehlen zu wollen, Internationale Verträge zu ignorieren, ihre seit Jahren angewandte Grauzonen Taktiken, egal diese Liste ist außerordentlich lang. Diese Entwicklung nahm zwischen 2009 und 2012 ihren Anfang und hat sich seitdem Jahr für Jahr beschleunigt. Im Jahr 2014 hat Herr Harald Malmgren einen Aufsatz auf Second Line of Defense (SLDinfo.com) veröffentlicht mit dem viel sagenden Titel „The Return of Economic Nationalism: Shaping the Next Phase of “Globalization” À la Carte“1. In diesem Aufsatz geht er auf die Probleme ein, mit denen sich die Entwickelten und Entwickelnden Staaten dieser Welt in folge der Großen Finanzkrise konfrontiert sehen und die daraus entstehenden Implikationen. Ein interessanter Twist ist hierbei, dass Hören Sagen zufolge der US Kongress und das Pentagon im Jahr 2014 das destruktive Verhalten der Kommunistischen Partei Chinas anerkannt und mit einem eigenen Plan zum teilweise Auftrennen der Lieferketten geantwortet haben.

Dieser Trend des De-Couplings wurde durch die Pandemie sehr stark beschleunigt, doch schon zuvor kam es immer wieder zu Unterbrechungen der Lieferketten. Die Lage ist infolge des „Tit for Tat“ zwischen den USA, Australien, Japan, Kanada, Indien und einigen Europäischen Ländern auf der einen Seite und China auf der anderen immer Volatiler geworden. Mittlerweile versucht die Kommunistische Partei Chinas den USA und ihren Alliierten aktiv Schaden zuzufügen. Dabei greift die Partei auf ihre Grauzonen Taktiken zurück, zu denen Cyberangriffe gehören, Politische Kriegsführung, wirtschaftliche Erpressungsversuche, absichtliche Behinderung der Schifffahrt im Südchinesischen Meer aber auch der Versuch sich Territorien von Nachbarstaaten einzuverleiben.

Vielen Staaten und Unternehmen ist die delikate Lage in der sie sich befinden bewusst. Einige westliche Staaten haben ihre Wirtschaft und die damit verbunden Lieferketten so eng mit China verwoben, dass sie die Causa am liebsten ignorieren würden. Doch ist zu vermuten, dass die öffentlich gezeigte Zurückhaltung und stellenweise Ignoranz ein Teil des Theaters darstellt, um so Zeit zu gewinnen, damit die Lieferketten, ohne komplett im Chaos zu versinken, neu geordnet werden können. Das sich an dieser Stelle etwas bewegt darauf deuten einige Entwicklungen hin.

  • Die Demokratische Republick Kongo wie auch Angola scheinen den Einfluss der Kommunistischen Partei Chinas zurück drängen zu wollen.2 3
  • Australien, Indien und Japan arbeiten an der Umgestaltung ihrer Lieferketten.4
  • In Indonesien scheint es so als wäre ein Rohstoffinvestment der Kommunistischen Partei Chinas gescheitert. 5
  • Auch in Deutschland geschieht offensichtlich etwas bei der Rückholung der Lieferketten, ohne dass es an die Große Glocke gehangen wird.6
  • Wie Janes berichtet ist auch Airbus seit längerem dabei dabei die Produktion China frei zu gestalten. The image released on 14 June shows the main fuselage of an H175 partway through assembly at a facility in France that has been built “entirely free of any elements sourced from China”, according to Airbus The company went on to note that this has been achieved “as the result of a project that has been underway for the past five years capitalising on European aerostructures capability” 7 Das Airbus schon vor 5 Jahren mit der Umgestaltung begonnen hat bestätigt das Gerücht das der Plan des De-Couplings / Globalisierung a la Carte schon seit längerem verfolgt wird.
  • Das Thema Chips wird nicht nur in Deutschland angegangen, sondern auch Japan und die USA sind an neuen Werken interessiert und umwerben dafür unter anderem TSMC.8 9
  • Zusätzlich zu den bisher aufgezählten Entwicklungen mehren sich die Rückschläge für Beijing bei ihrem Versuch eine eigene Einflusssphäre zu erschaffen. Telefonica Espana lässt Huawei fallen und setzt zukünftig auf Nokia und Eriksson10. Italien schwenkt von der Belt and Road Initiative ab, was die Handlungsoptionen der KP im Mittelmeerraum einschränken wird und die dort von ihnen getätigten Investitionen entwertet. Darüber hinaus scheint auch Saudi-Arabien den Wink des Hegemons verstanden zu haben und lässt die Investitionen Beijings in den Pakistanischen Hafen Gwadar stranden. Sie werden in Karachi investieren11, was den Wert der bisher getätigten chinesischen Investitionen mindert und die Erfolgsaussichten für den China Pakistan Economic Corridor verringert.

Die hier getätigte Auflistung ist nicht komplett doch gibt sie eine gute Übersicht darüber wie sich die Lage entwickelt. Kurzum der Hegemon ordnet die Anglosphäre und die mit dieser assoziierten Staaten neu an, um so den kommenden Herausforderungen besser gewachsen zu sein. Dieser Prozess wird viel Zeit in Anspruch nehmen, sodass man davon ausgehen kann, dass sich die Neuordnung wahrscheinlich auf mehr als 15 Jahre erstrecken wird und dabei stellenweise sehr volatil verlaufen wird.

1Harald Malmgren; Second Line of Defense; 2014: https://sldinfo.com/2014/12/the-return-of-economic-nationalism-shaping-the-next-phase-of-globalization-a-la-carte/

2Angola: João Lourenço puts his stamp on Luanda’s diplomacy (theafricareport.com)

3DR Congo’s president says he will renegotiate mining contracts – The Citizen

4Australia, Japan, India set up supply chain group (argusmedia.com)

5China, Indonesia $2.5 billion copper deal falls apart – Asia Times

6Bosch: https://www.bosch.de/unser-unternehmen/bosch-in-deutschland/dresden/

7Janes.com: https://www.janes.com/defence-news/news-detail/airbus-goes-on-offensive-over-too-chinese-h175-offering-for-uk

8Taiwan’s TSMC to set up US$186 million R&D center in Japan: https://www.taiwannews.com.tw/en/news/4124664

9Chipmaker TSMC eyeing expansion of planned Arizona plant -sources: https://www.reuters.com/technology/chipmaker-tsmc-eyeing-expansion-planned-arizona-plant-sources-2021-05-04/#:~:text=TSMC%2C%20the%20world’s%20largest%20contract,supply%20chains%20back%20from%20China.

10Telefonica Espana to ditch Huawei in favour of Ericsson and Nokia, report says (commsupdate.com)

11Trending news: Saudi Arabia gives a blow to China in Pakistan, will not build oil refinery in Gwadar – Hindustan News Hub

Nahrungsmittelpreise: Viele Gründe führen zur Preissteigerung

Seit 2020 ziehen die Nahrungsmittelpreise Weltweit an. Der Französische Maispreis hat seit Januar 2020 um 48% angezogen, der Rapspreis in Frankreich zog dagegen um 27% an. In den USA steigerte sich der Maispreis seit Januar 2020 um 82%, Magerschwein 60%, Sojabohnen 61% und Weizen 33%. Dieses ist kein vollständiger Überblick über die gehandelten Rohstoffe, doch man erhält ein Gefühl dafür, was aktuell auf den Märkten los ist. Das anziehen der Nahrungsmittelpreise hat mannigfaltige Gründe.

Es folgt eine kurze Zusammenfassung von Ereignissen, die unteranderem zur aktuellen Preissteigerung beitragen:

Die Ernteausfälle in China, wetterbedingte Kalamitäten in anderen Erzeugerländern und die steigende Nachfrage ließen in den vergangenen Jahren beim Mais ein Defizit zwischen Angebots- und Nachfrageseite entstehen.

Darüber hinaus nehmen die Ernteerträge beim Wintergetreide ab, was das zur Verfügung stehende Angebot weiter verknappt. Die Abnahme der Ernteerträge beim Wintergetreide hängt wahrscheinlich mit dem Klimawandel zusammen.

Die oben aufgeführten Ereignisse sind es, die die Nahrungsmittelpreise ansteigen lassen. Es sind nicht die gierigen Spekulanten, sondern reale Engpässe und eine fehlgeleitete Geldpolitik, die zu der preistreibenden Knappheit führen. Ob diese Preissteigerungen nur vorübergehender Natur sind, wie von den Notenbanken betont, ist ungewiss. Im Allgemeinen ist der Preis den am Ende der Konsument zu zahlen hat nach oben hin relativ elastisch, während der Preis auf der Unterseite unelastisch ist. Ein Verhalten welches an der Börse nicht widergespiegelt wird. Dort schwanken die Rohstoffpreise oft von einem in das andere Extrem, ohne dass der Konsument davon überhaupt etwas mitbekommt. Ein gutes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass In den vergangenen Jahren, nach der letzten Rohstoff Hausse, die Preise für Landwirtschaftliche Erzeugnisse am Boden lagen. Jedoch konnte der Konsument an der Ladentheke nicht davon profitieren, denn dort stiegen die Preise weiter an.

Insgesamt wirken die Engpässe, ausgelöst durch die weltweite Reaktion auf die Pandemie, in Verbindung mit den Maßnahmen der Regierungen und Notenbanken, die seit der Großen Finanzkrise ergriffen wurden plus die Wetterbedingten Ernteausfälle zusammen und lassen die Preise in vielen Bereichen ansteigen.

Mögliche Gewinner der Landwirtschaftsbranche hatte ich schon im vergangenen Jahr im Blogbeitrag „Gegessen wird immer“ vorgestellt.

PS.: Steigende Nahrungsmittelpreise stehen in direktem Zusammenhang mit politischer Instabilität. Damit kann mit steigender politischer Instabilität in ärmeren Regionen gerechnet werden. Aber auch gut entwickelte Staaten können Gesellschaftliche Unruhe erfahren, wenn die Nahrungsmittelpreise zu stark ansteigen.

FAO World Food Situation, Food Price Index

Archegos, Credit Suisse und das versteckte Risiko

Goldman roch den Braten, andere auch, doch Credit Suisse nicht. Wie konnte die Credit Suisse und deren Management ein solch immenses Risiko übersehen? Dieser Frage möchte ich hier in einer simplifizierten Form nachgehen, sodass es auch ein Laie verstehen kann. Wie zuvor schon bei $GME habe ich dieses in dem Chat bei Trading-Treff beschrieben und übernehme natürlich auch den Text aus diesem Chat. Bei der nachfolgenden Annäherung an die mögliche Fehlerquelle möchte ich anmerken, dass dieses sich auf Vermutung stützt und nicht auf Insiderwissen aus der Credit Suisse heraus.

zum verstaendnis eine sehr vereinfachte darstellung

ach das versteckte risiko … risiko messung einer bank 

Large Risk Limit = regulatorisch maximal 25% des eigenkapitals (wenn ich mich richtig erinnere) …. => intern ist dieses aber geringer meist umme 10% … 

dabei existieren drei risiken … credit … market … und operational … 

operational … betrug, strafen, katastrophen 
market … man ist der preis bewegung ausgeliefert 
credit … 

einem HF geld zu leihen egal wofuer = credit risk 

da CS nicht direkt dem Market Risk ausgeliefert ist, voll abgesichert Delta One Desk laesst grueßen … ich erinnere an Total Return Swaps (HF Kunde sagt will kaufen 1millionen aktien von xyz => bank kauft aktien, gibt dem Funds die entsprechende rendite, funds zahlt zinsen … kein markt risiko da bank aktien haelt und die performance an HF weiterreicht) 

ok credit risk teilt sich auf in zwo sachen general credit risk und counter party credit risk 

general credit risk = jegliche kredite dahrlehen etc die ueblichen ausfall risiken kurzum die dinger die auch in der bilanz auftauchen … 
das CCR ist wiederum wenn der gegenpart bei einem derivate geschaeft pleite geht, das hat einen direkten einfluss auf gewinn verlust rechnung  … (TRS = Plain Vanilla Derivat OTC)

während nu GCR direkt gemessen wird … höhe des kredites ist das bei CCR nicht der fall 

ein TSR geschaeft wird eingegangen aktie kostet 100 … aktie faellt auf 80 … bank bekommt 20 … 100 – 80 = 20 … steigt die aktie von 100 auf 120 dann hat die bank zu zahlen … ist voll abgesichert => uninteressant … durchlauf posten 

wenn der kurs steigt dann muss die bank zahlen, da abgesichert kein problem … faellt aktie hat der kunde zu zahlen … hier kommt die geleistete sicherheit die Initial Margin + Variable Margin ins spiel … die Initial Margin ist zur absicherung ploetzlicher kursschwankungen … die Variable wird tagtaeglich berechnet um die preisveraenderung zu reflektieren… 

TRS bsp aktie xyz kostet 100 … HF muss nur 5% hinterlegen als Initial Margin = 5 = Hebel 20 … 
aktie faellt um 3% … was ist das risiko der bank? liegt bei null da die sicherheit 5% betraegt … die bank fragt nun nach variable margin um die 3% auszugleichen 

sinkt aktie nochmals um 4% ist das risiko der bank immer noch 0% denn Initial plus Variable =8% gegen 7% schulden … 

waere die aktie aber um 10% abgeschmiert dann haette die bank ein risiko von 2% gehabt … 8% minus 10% => 2% 

ok .. plötzliche preisbewegungen … diese sind regulatorisch beruecksichtigt …  während ein GCR direkt gemessen wird, werden die 100millionen CCR bei dem beschriebenen geschaeft nicht direkt erfasst 

hierbei wird versucht vorauszuahnen wie sich ein preis bewegen koennte bevor man ueberhaupt zugriff auf die sicherheiten erlangen könnte … 

risiken / stolpersteine … preis bewegt sich zu schnell um die margin rechtzeitig einsammeln zu koennen … der kunde streitet die margin anforderung an … oder auch beliebt sry der boss ist nicht erreichbar => damit aktuell keine ueberweisung moeglich …

fuer die nerds … zuvor alles vereinfacht dargestellt folgendes natuerlich auch … risiko modell … modell sagt zu 99% besteht die chance in den folgenden 4 tagen die margin einsammeln zu koennen und zu 99% bewegt sich der kurs des wertpapiers nicht mehr als 10% … => 10*(wurzel aus 4) = 20% … 20% Initial Margin = 0% ökonomisches risiko (<= dieses ding wird berechnet, GCR = direkt = direktes economic risk … CCR nicht)

um beim beispiel zu bleiben bei einer Intitial Margin von 20% wuerde das Exposure / economic risk = 0% betragen … nicht 0% chance auf einen default der gegenpartei, sondern 0% economic risk = no exposure … null risiko … hier ist kein risiko auszuweisen / zu melden …

doch es existiert ein nominal exposure in hoehe von 100 millionen geldeinheiten welches nicht erfasst wird … 

kurz zum VaR bsp ist natuerlich humbug doch lassen wir es mal zum einfachen verstaendnis stehen 

ps jegliches model ist humbug in dieser beziehung … egal …. aktie bewegt sich 40% in vier tagen => obwohl man null risiko in der bilanz stehen hatte, so hat man doch aufeinmal ein ereignis welches die gewinn verlust rechnung und damit die bilanz extrem belastet 

ganz einfach gesagt shitty interne modelle, schlechtes reporting, beschissene regulierung und ein management welches anscheinend an diese modelle auch noch glaubt fuehren allzu oft zu so einem debakel wie jetzt bei der Credit Suisse

Das Problem bei Staatlich verordneten Investitionsschemen

Der Green New Deal, wie auch andere Staatlich verordnete Investitionsschemen haben eines gemein. Ihnen werden immer die besten wirtschaftlichen Aussichten nachgesagt. Hier kommt man jedoch zwangsläufig zu dem Punkt an dem man sich fragen muss: Wieso muss denn diese oder jene wirtschaftliche Aktivität subventioniert bzw. regulatorisch gefördert werden, damit überhaupt Investoren angezogen werden?

Seit der Großen Finanzkrise und der darauf folgenden Eurokrise ist Geld und damit Kapital genug vorhanden, doch die Investoren reißen sich nicht um diese hoch angepriesenen Neuen Technologien. Kapitalmanager werden durch ESG Richtlinien und andere regulatorische Maßnahmen der Zentralbank, Europäischen Kommission und den einzelnen Regierungen der Mitgliedsstaaten dazu genötigt in diese Bereiche zu investieren.

Wäre in den „Neuen Technologien“ wirklich eine angemessene Wertschöpfung zu erreichen, die Investoren würden sich, in einer Umgebung in der die Kapital Aufnahme kaum etwas kostet und die erreichbaren Zinsen bei Null oder darunter notieren, nur so um diese Projekte reißen, wenn sie denn damit Werte schaffen könnten. Die Zentralbanken, Regierungen und die Kommission würden nicht darüber beraten wie sie den Bereich am besten fördern können, sondern darüber wie sie der Investitionsmanie Herr werden könnten, um so der entstehenden Blase entgegen zu wirken.

Natürlich kann der Staat wirtschaftliche Aktivitäten fördern und sollte dieses auch tun, doch ist es hierbei kontraproduktiv, wenn an zentraler Stelle nicht nur das Ziel ausgegeben, sondern auch der gewünschte Lösungsweg diktiert wird. Das schränkt die Handlungsoptionen zur Entwicklung fortschrittlicher Technologien nicht nur ein, sondern es werden oft perverse Anreize geschaffen, die dazu führen, dass das dann etablierte System durch einzelne Teilnehmer / Teilnehmergruppen ausgenutzt / manipuliert wird.

PS.: Holz zur Energiegewinnung (allgemein Biomasse) nutzen ist keine fortschrittliche Technologie, das ist ein Rückschritt.

PPS.: Gosplan und Gosbank haben in der Sowjetunion nicht funktioniert und werden auch in der Europäischen Union keinen Fortschritt einleiten, sondern wie zuvor in der UdSSR die bestehenden Missstände betonieren.

Ausweg aus dem wirtschaftlichen Dilemma der EU

Dem seit über einem Jahrzehnt anhaltenden Dilemma, welches aus der Großen Finanzkrise und der im Anschluss geschehenen Eurokrise entwachsen ist, wird man mit den aktuellen Mitteln nicht entkommen können. Die bisher durchgeführten Maßnahmen wie das Quantitative Easing haben nur den Transnationalen Kooperationen geholfen, nicht der Gesellschaft in ihrer Gänze. Während sich Großkonzerne in Europa auf dem Kapitalmarkt im Tausch für negative Zinsen Kapital besorgen können, kann dass der Mittelstand nicht. Auch Gründer verfügen nicht über diesen Luxus. Insgesamt sind diese Maßnahmen Wettbewerbsfeindlich, ein Umstand der sich in dem sehr geringen Wirtschaftswachstum der Europäischen Union widerspiegelt.

Hierbei spielen auch noch andere Maßnahmen mit hinein, wie z.B. die ESG Richtlinien, die nur die Kosten erhöhen aber nicht für eine erhöhte Produktivität sorgen. Die ESG Richtlinien und andere harte und weiche Regulatorische Maßnahmen haben um die bestehenden Großkonzerne Europas einen sehr tiefen und breiten Graben gezogen, sodass Konkurrenz nahezu ausgeschlossen ist. Damit sind die wirtschaftlichen Verhältnisse festgeschrieben und eine effiziente Entwicklung der Wirtschaft ist so nicht möglich. Die Großkonzerne können sich diese ESG Richtlinien und Co. leisten, doch die kleinen und mittleren Unternehmungen nicht. Diese verschwinden zwangsweise vom Markt, sodass eine Monopolisierung der Wirtschaft stattfindet. Dass alles ist aber kein Natur Gesetz, sondern ist eine Ursache fehlgeleiteter Regulierung und der angewandten Finanzalchemie.

Ein Ausweg aus dem Dilemma wäre es, wenn a) das Gründen einer Unternehmung wieder einfacher gestaltet würde, wie auch b) der Prozess zum Patentieren von Erfindungen. Die künstlich durch schlechte Regulierung geschaffenen Gräben müssen abgeschafft werden, da sie die Großkonzerne Unterstützen, während die kleinen und mittleren Betriebe an diesen zugrunde gehen.

Zusätzlich müssen c) die Zinsen angehoben werden, denn diese sind der Hauptgrund für das Zusammenbrechen der Angebotsseite. Die Angebotsseite ist es die Arbeitsplätze schafft. Sobald die Großkonzerne sich nicht mehr für Nullzinsen oder Negativzinsen Kapital besorgen können, sind auch sie dazu gezwungen in neue Produktionsmittel zu investieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aktuell besorgen sie sich lieber das Kapital am Anleihemarkt und „simulieren“ eine rege Geschäftstätigkeit.

Diese drei Wege würden die gesamte Angebotsseite stärken. Dadurch würden neue Arbeitsplätze in Europa entstehen und eine neue wirtschaftliche Dynamik kann sich entfalten. Erst durch das entstehen gut bezahlter Arbeitsplätze käme es zu einem Dreh in der Vermögensverteilung und damit langfristig auch zu einer Stimulation der Nachfrageseite.

Leider wird in Europa aktuell genau das Gegenteilige verfolgt. Der Green New Deal, Quantitative Easing und Gedanken zu einem Allgemeinen Grundeinkommen, höhere Steuern, Vermögenssteuern und Co. klingen zwar alle oberflächlich gut, doch dahinter verstecken sich die Maßnahmen, die die aktuellen schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in Europa zu Gunsten der Großkonzerne und der Superreichen hervorgebracht haben. Mit solchen wohlklingenden Maßnahmen werden die bisherigen Verhältnisse betoniert und die Rolle der Politik, Verwaltung und Großkonzerne gestärkt, die schon jetzt in einer Melange miteinander verbunden sind, die an die Wirtschaftliche Organisation des Faschistischen Italiens erinnert.

Umsatz minus Kosten gleich Gewinn. Ist kein Gewinn möglich, weil die Kostenseite künstlich aufgebläht wird, so verschwindet das Angebot (Unternehmer stellen ihre Geschäftstätigkeit ein) und damit auch die Arbeitsplätze.

Handelschancen in zwei Währungspaaren

Ungleichgewichte im Handel, einfach gesagt das liebe Geld. Im Währungshandel ergeben sich immer wieder einmal längerfristige Chancen zum spekulieren. Hier möchte ich zwei Währungspaare vorstellen im Langfristchart ein Auffälliges Pattern haben.

Im Währungspaar EUR/AUD wurde im vergangenen Jahr ein markantes Upthrust Pattern geformt. Es ist ein Hinweis darauf, dass der Australische Dollar wahrscheinlich auch in den kommenden Monaten seine Stärke gegenüber dem Euro beibehalten wird.

EUR/AUD Jahreschart – Chartprogramm: ProRealTime

Das andere Währungspaar ist das GBP/USD, auch als Cable bekannt. Hier kam es innerhalb eines über viele Jahre zurückreichenden Dreiecks zu einem gescheiterten Ausbruch auf der Unterseite und im Anschluss formte sich ein Spring Pattern aus. Dieses ist ein Hinweis, dass trotz aller Unkenrufe das Pfund gegenüber dem USD auch zukünftig weiter zulegen kann.

GBP/USD Jahreschart – Chartprogramm: ProRealTime

In beiden Währungspaaren kann es sich in den kommenden Monaten lohnen in den kleineren Zeiteinheiten, wie dem Wochen und Tageschart, nach Handelschancen in die jeweilige Richtung (Short EUR/AUD & Long GBP/USD) Ausschau zuhalten. Welche Handelsinstrumente man verwendet bzw. welchen Weg man geht, dass liegt an der jeweils eigenen Lage.

11 Geoökonomische Gegebenheiten

Die Politische Ökonomie in den Internationalen Beziehungen:

  1. Gewinn = Umsatz – Kosten
  2. Ungleichgewicht im Handel = Geld
  3. Handel entsteht durch den Willen oder den Zwang ein Gut zu erstehen welches man selbst nicht hervorbringen kann.
  4. Jede auf der Welt existierende Währung ist ein Derivat auf den USD (vgl. dazu Punkt 2) und kann dementsprechend nur stabil sein, wenn sie mit genügend USD hinterlegt ist (Handelsungleichgewicht und Fed => USD Swap Linien).
  5. Unabhängig davon, welches System ein Staat im Inneren anwendet, um die zur Verfügung stehenden Ressourcen zu verteilen, muss er sich auf dem Internationalen Markt dem Wettkampf um die gewollten und oder benötigten Ressourcen / Güter stellen. Dafür werden US Dollar benötigt, die von jedem einzelnen Staat erwirtschaftet werden müssen, ex USA. Damit ist es auch klar, dass wenn einem Staat, aus was für Gründen auch immer, die USD ausgehen, es in seinem Wirtschaftsraum zu einer Güter Knappheit kommt und in folge dieser Inflation unvermeidlich ist.
  6. Wer einen bestimmten Markt Reguliert, der beherrscht auch den entsprechenden Staat.
  7. Staaten versuchen asymmetrisch gestaltete Wirtschaftsbeziehungen zu anderen Staaten aufzubauen, um so den Einfluss auf die Politik des anvisierten Staates auszubauen. Die Interdependenzen der einzelnen Staaten untereinander sind oft asymmetrischer Natur, bei der ein Staat / eine Gruppe von Staaten die andere Seite dominieren kann.
  8. Außenpolitik ist auch immer Handelspolitik und damit nie von den Innenpolitischen Zwängen isoliert.
  9. Die Globalisierung ist politisch gewollt gewesen, sie ist keine Zwangsläufigkeit einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Damit ist auch die sich entwickelnde Globalisierung a la Carte (Harald Malmgren, 2014) dem Primat der Politik geschuldet, nicht der Wirtschaft.
  10. Die Internationale Ordnung ist von der Existenz eines Hegemons abhängig. Der Hegemon ist es, der die Macht besitzt, die Internationale Ordnung durchzusetzen. Erlischt dessen Interesse, aus was für Gründen auch immer, an der Internationalen Ordnung, so endet diese und wird durch eine Anarchistische Ordnung zwischen den einzelnen Staaten und Regionen ersetzt.
  11. Kommt der Handel zum erliegen, dann sprechen sehr oft die Waffen, denn der Wille oder der Zwang ein Gut zu erstehen erlischt nicht zwangsweise mit dem Ende des Handels.