Der Treuhänder

Corporate Socialism fördert die wirtschaftlichen Ungleichgewichte

In den westlichen Staaten lässt sich eine Entwicklung beobachten, die zumindest dem Nepotismus nahe steht, wenn nicht sogar einer Kleptokratie ähnelt. Spätestens mit der Great Financial Crisis und der folgenden Euro Krise ist es offensichtlich geworden, dass die Personen und Unternehmungen, welche eng mit der Politik verbunden sind, von den Konsequenzen ihrer Handlungen isoliert sind. Offensichtliche Verstöße gegen Gesetze werden nicht geahndet, so wie es bei den Banken geschah. Zusätzlich wurden eher die gut vernetzten Transnationalen Korporationen gerettet, egal ob sie noch eine Daseinsberechtigung im kapitalistischen Sinne hatten oder nicht. Kurzfristig sind diese Rettungsaktionen opportun, doch langfristig führt es zum ersticken einer Gesellschaft aufgrund der sogenannten Zombifizierung der Wirtschaft.

Für die Politik ist es opportun eine große Unternehmung zu retten, da mit ihr sehr viele Arbeitsplätze verbunden sind. Geschehen diese Rettungen und die darauf folgenden unterstützenden Maßnahmen (Regulierung, Steuervergünstigungen, Staatsaufträge, Anleihen Aufkauf Programme, etc.) zu häufig ergibt sich am Ende eine Reflexivität, da sich das Schicksal der Politiker und der Bürokratie mit den von ihnen unterstützten Unternehmen / Sektoren verbindet.

Reflexivität im Corporate Socialism

Hier können Strukturen entstehen die Wirtschaft, Politik und Bürokratie auf eine seltsame Weise verbinden. Dabei passiert es sehr häufig, dass von den am Konzert beteiligten Akteuren, aufgrund ihrer reflexiven Beziehung, automatisch eine Zentralisierung der Wirtschaft angestrebt wird. Dieser Automatismus wird unteranderem von folgenden Gründen gefördert, die zusammen eine Rückkopplungsschleife ergeben:

  • Die Zentralisierung kommt den Transnationalen Korporationen gelegen, da dadurch ihre Marktstellung geschützt wird.
  • Der Politik kommt eine solche Entwicklung gelegen, da sie zum Einen Wahlgeschenke vergeben kann und zum Anderen eine erhöhte Kontrolle über die Wirtschaftliche Aktivitäten innerhalb ihres Einflussbereichs erhält. Hierbei gilt das wenige Großkonzerne einfacher zu handhaben sind, als viele kleine Unternehmungen. Darüber hinaus spielt auch sehr häufig das eigene Portemonnaie und oder das der Klienten eine entscheidende Rolle.
  • Auch die Bürokratie nimmt bei einer zunehmenden Zentralisierung keinen Schaden, ganz im Gegenteil. Sie wird dabei zumeist aufgebläht, was natürlich auch ihre Machtstellung stärkt.

Am Ende verliert nur der „normale“ Bürger. Das wachsende Ungleichgewicht in der Vermögensverteilung ist ein Ausdruck des Corporate Socialism. Allen Unkenrufen zu trotz ist es nicht die kapitalistische Wirtschaftsordnung, sondern die oben beschriebene Reflexivität, die das Ungleichgewicht nährt. Erst wenn die Politik einen Grund für eine Änderung sieht wird dieses Ungleichgewicht angegangen. Buzzwörter wie Vermögenssteuer sind kein Grund anzunehmen, dass die Politik einen Grund zur Änderung sieht. Es verhält sich hier eher umgekehrt. Diese Buzzwörter werden genutzt um die Ursache zu verschleiern, um damit die Fortführung des Corporate Socialism zu sichern.

Transnationale Korporationen sind von den immer wieder vorgebrachten „Ideen“ der Vermögensumverteilung und oder geltenden / zukünftigen Regulierung kaum betroffen, da sie über die notwendigen Gestaltungsmöglichkeiten verfügen. Vielmehr ist der Mittelstand davon betroffen, die tausenden kleinen Unternehmen, welche nicht so einfach zu handhaben sind, wie einige wenige TNC´s. Vermögenssteuer aber auch die unzähligen Regulierungen verdrängen den Mittelstand. Sie nützen letztendlich der weiteren Zentralisierung und damit den TNC´s, der Politik und Bürokratie aber nicht dem Bürger.

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