Der Treuhänder

Mögliche Auslieferung stellt das Maduro Regime vor große Probleme

Der im vergangenen Jahr auf den Kapverdischen Inseln festgenommene kolumbianische Staatsbürger Alex Saab, wird wahrscheinlich an die USA ausgeliefert. Diese Möglichkeit stellt das Venezolanische Regime vor ein sehr großes Problem, da Alex Saab das Finanzgenie des Maduro Kartells ist. Wenn er ausgeliefert wird, dann ist es äußerst wahrscheinlich, dass Herr Saab die Offshore Struktur, mit der die Finanzen des Kartells verschleiert werden, offenlegt, um so seine potentielle Strafe abzumildern. Das wäre ein äußerst schwerer Schlag gegen das Kartell und könnte sogar zum Sturz des Regimes führen. Damit würde Russland eines seiner wichtigsten Werkzeuge auf der Internationalen Bühne beraubt und die Russischen Handlungsoptionen in Südamerika wären zukünftig stark eingeschränkt.

Diese Entwicklung ist äußerst positiv, da Venezuela infolge der Sozialistischen Ausrichtung in ein Armenhaus verwandelt wurde, welches durch die kriminellen Machenschaften des Regimes ausgeplündert wurde und wird. Hier ist es interessant zu erwähnen, dass das Regime nicht nur durch Russland und Kuba Unterstützung erfährt, sondern noch durch drei weitere. Alle fünf Staaten sind dadurch verbunden, dass sie keinerlei Interesse daran haben, dass in Venezuela und der Region Stabilität herrscht. Die drei Staaten neben Russland und Kuba sind China, Iran und die Türkei (Quelle: CSIS: The Fabulous Five: How Foreign Actors Prop up the Maduro Regime in Venezuela). Es sind Staaten die keinerlei Interesse an der Internationalen Ordnung haben, sondern im potentiellen Chaos Chancen sehen.

Interessanter Twitter Thread zur möglichen Auslieferung von Alex Saab:

Iran hat die US Regierung getestet und in Syrien die Antwort erhalten

Von dem bisher gezeigten Außenpolitischen Ansatz der Regierung Biden bin ich bisher kein Freund, da dem Terror Regime des Irans zu viel Platz gelassen wird und sich Interventionen in Afrika anbahnen, die über Jahre hinweg knappe militärische Ressourcen binden werden.

Was die Mullahs und ihre Revolutionsgarden befeuert, die Stellvertreter Kriege der Region erneut anzuheizen, sind z.B. solche Handlungen der US Regierung:
Biden Revokes Terrorist Designation for Yemen’s Houthis
Aber auch der Versuch den JCPOA erneut zu beleben, trotz der unzähligen, anhaltenden und gravierenden Verstöße von Seiten des Irans.

Sowas befeuert den Übermut des iranischen Regimes und führte direkt zu einer erhöhten Aktivität der Iranischen Stellvertreter gegen Saudi-Arabien und innerhalb des Iraks. Auch die neue Offensive der Houthis im Jemen ist eine Folge dieser „konzilianten“ Politik. Ein „Höhepunkt“ wurde am 15ten Februar erreicht, als der Flughafen von Erbil beschossen wurde und dabei ein US Kontraktor getötet wurde.

Die jetzige Bombardierung in Syrien von Stellungen der Kata’ib Hezbollah und Kata’ib Sayyid al-Shuhada sind eine direkte Antwort der US Regierung auf das destruktive aggressive Verhalten des Irans. Beide oben genannte Gruppen sind von Iran finanzierte Stellvertreter, vergleichbar mit einer Art Iranischen Fremdenlegion. Der Iran hat die US Regierung getestet und eine Antwort bekommen. Diese Antwort war gut gewählt, da sie nicht im Irak erfolgt ist, sondern in Syrien. Wäre sie im Irak erfolgt, hätte die Bombardierung dem Iranischen Regime Möglichkeiten an die Hand gegeben, um gegen die US Truppen im Irak Stimmung zu machen und so die dort schwelenden Konflikte anzuheizen.

Dementsprechend ist die von der US Regierung gewählte Antwort die Richtige, um den Mullahs im Iran ihre Grenzen aufzuzeigen. Damit ist die aktuelle Kritik an der Regierung fehl am Platz, denn das ist aktuell kein neuer, sondern ein alter Konflikt der schon seit Jahrzehnten andauert. Wäre eine Antwort ausgeblieben, dann hätte der Iran in dem Bereich (Angriffe auf US Truppen / Einrichtungen) mit weiteren aggressiven Handlungen die Grenzen der US Regierung ausgetestet. Die möglichen Kosten wurden dem Iranischen Regime nun vor Augen geführt, was zukünftig eher beruhigend als anheizend wirken sollte.

So komisch es auch für Deutsche Ohren klingen mag, Konflikte und Kriege haben immer eine Kosten-Nutzen Rechnung. Erhöht man dem Kontrahenten die anzunehmenden Kosten, so geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er seine Ziele mit militärischen Mitteln verfolgen wird.