Der Treuhänder

5 Investment Thesen für die 20iger Jahre

Intelligence does not claim infallibility for its prophecies. Intelligence merely holds that the answer which it gives is the most deeply and objectively based and carefully considered estimate.”

Sherman Kent Founder of the Office of National Estimates

Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

5 Investment Thesen

  1. Neuordnung der Lieferketten: Globalisierung a la Carte => Beschleunigung des Trends Industrie 4.0: Automatisierung, Einsatz neuer Fertigungstechniken (Additive Manufacturing), New Man Made Materials, insgesamt kann wahrscheinlich eine Produktivitätssteigerung erreicht werden => hierdurch ist es eventuell möglich ein Just in Case Lieferkettensystem aufzubauen, welches wiederum die Rückkehr der Lieferketten in den Machtbereich der jeweiligen Staaten / Machtblöcke befördern könnte. Der Schwerpunkt liegt dann wahrscheinlich auf Lieferketten die eine hohe Wertschöpfung bieten, wobei die Herkunft der Vorleistungen nicht außer acht gelassen werden darf. Vom Supply Chain zum Supply Web!?! Schutz der heimischen Wirtschaft durch Grünen Protektionismus!?!
  2. Minerale: Aufgrund von ESG Richtlinien, Regulierungen und dem Ausbau von Green Tech wird wahrscheinlich bei Kupfer, Nickel, Mangan, Zin, Lithium das Angebot nicht mit der Nachfrage mithalten können und der Preis der Mineralien sollte deshalb ansteigen. Insgesamt müssen für die Erreichung der Emissionsziele bis 2035 in dem Bereich Schätzungen zufolge 1,7 Billionen USD investiert werden, um die zu erwartende Nachfrage überhaupt befriedigen zu können. Kapital allein ist hier nicht das alleinige Problem.
  3. Ungeliebt und unumgänglich: Das Angebot an Fossilen Energieträgern wird wahrscheinlich nicht mit der Nachfrage mithalten können. Investitionen in diesem Bereich sind unter den ESG Richtlinien und Co nur sehr schwer umzusetzen. Die Explorationsbemühungen waren wahrscheinlich nicht ausreichend, sodass die Gefahr besteht, dass eine Differenz zwischen Angebot und Nachfrage in den kommenden Jahren entstehen wird. Nicht nur die Mobilität hängt von den Fossilen Energieträgern ab, sondern die gesamte Petrochemische Industrie, auf der unsere Gesellschaften basieren. Auch ein nicht unbedeutender Teil der Düngemittelproduktion ist hiervon abhängig. Zusätzlich spricht für den Sektor die Entwicklung von Südostasien, Indien und Afrika. Staaten die zum einen ein starkes Wirtschaftswachstum aufweisen plus den Großteil der Weltbevölkerung auf sich vereinen und zum anderen nicht auf den Green Tech Zug aufspringen, sondern noch auf Jahrzehnte hinaus Öl, Gas und Kohle als die dominanten Elemente ihres eigenen Primären Energieverbrauchs ansehen.
  4. Gegessen wird immer: Während man erwarten kann das in vielen Bereichen die Nachfrage entweder gehemmt sein wird oder durch die Verlagerung / Veränderung der Lieferketten hin zu einem Liefernetz der Warenhandel über die Grenzen hinweg abnehmen wird, kann man im Bereich der Agrargüter vom Gegenteil ausgehen. Die Weltbevölkerung wächst weiterhin und die Produktion von Lebensmitteln findet nicht unbedingt dort statt, wo die Weltbevölkerung sich konzentriert.
  5. Der übersehene Hightech Sektor: Die Rüstungsindustrie ist in vielen Bereichen führend. Sie nimmt bei der Eroberung des Weltraums eine dominierende Rolle ein, da die beteiligten Akteure hier auf eine Expertise zurückgreifen können, die sich auf viele Jahrzehnte Praxis stützt. Nicht nur bei der Eroberung des Weltraums kann sie eine führende Rolle für sich in Anspruch nehmen, auch im Bereich der Cybersicherheit und Künstlichen Intelligenz wird in dem Sektor vieles entwickelt, was so nicht im Fokus der Anleger steht. Daneben führt die unruhige Weltlage, die sich wahrscheinlich in den nächsten 10 Jahren nicht beruhigen wird, dazu, dass die Verteidigungsbudgets zulegen werden. Die Armeen müssen im Angesicht der Technologischen und Geopolitischen Entwicklungen modernisiert werden.
Werbeanzeigen

Die Globalisierung a la Carte

Die Globalisierung a la Carte startete wahrscheinlich von westlicher Seite aus im Jahr 2014. Die Initiative wurde RUMINT (Rumor Intelligence) zufolge von Kongress, Senat und Pentagon angestoßen, als Reaktion auf das veränderte Verhalten der Kommunistischen Partei Chinas. Zu der Globalisierung a la Carte hatte Harald Malmgren im Jahr 2014 einen interessanten Aufsatz veröffentlicht. 1 Das Problem welches das veränderte Verhalten Chinas für den Welthandel darstellt erfährt aktuell jeder Bürger der westlichen Welt, wenn er Produkte, die einst jederzeit verfügbar waren, nicht mehr sofort erstehen kann. Die Maßnahmen die zur Pandemie Bekämpfung weltweit implementiert wurden sind hier ein Punkt, der von der Kommunistischen Partei Chinas schamlos ausgenutzt wird. Das geschieht mit dem Ziel das Chaos innerhalb der Lieferketten zu verstärken und so den USA, Europa und den mit ihnen assoziierten Staaten wirtschaftlichen Schaden zuzufügen.

Deshalb ist das Ziel der Globalisierung a la Carte die Kontrolle der Lieferketten /  des Liefernetzes in den als Strategisch wichtig angesehenen Sektoren wiederzuerlangen. Hierzu zählen alle im Bezug auf die Versorgung des US Militär Apparates und seiner Verbündeten bedeutenden Materialien und Produkte.

Dafür müssen diese Bedürfnisse innerhalb des eigenen Machtbereichs befriedigt werden können. Um dieses Ziel zu erreichen müssen unter anderem a) Industriezweige im eigenen Machtbereich neu angesiedelt und b) die Konkurrenz in anderen Staaten zurückgedrängt werden, um die benötigte Rohstoffgewinnung und Vorleistungen kontrollieren zu können. Aktuell erscheint es so, als ob Angola und die Demokratische Republik Kongo (48% der weltweiten Kobaltreserven, Stand 2017)2 den Einfluss der Kommunistischen Partei Chinas und ihrer Unternehmungen zurückdrängen wollen 3. Ein Zeichen, dass sich etwas in Afrika bewegt, der Kontinent zieht gewisse Aufmerksamkeit auf sich. Nicht nur Russland, Türkei, China, UAE, Saudi Arabien und Co. sondern auch die EU, USA, Japan, Israel und Indien ringen hier um Einfluss.

Für beides ist ein Plan notwendig und die Umsetzung wird 10 bis 20 Jahre benötigen. Nur das zurückholen von Final Assembley Lines ist keine Lösung, denn die Vorleistungen die dafür von Nöten sind sollten sich nicht in der Hand eines Opponenten bzw. feindlich gesinnten Staates befinden. Allgemein sollten die Lieferketten dezentralisiert werden. Ansonsten ist der Staat noch immer erpressbar und die ganze Übung wäre umsonst gewesen.

Die Staaten der Anglosphere4 die sich um die USA herum organisieren werden wahrscheinlich die größten Profiteure von dieser Neuordnung sein. Besondere Aufmerksamkeit sollte hier auf die Staaten der QUAD5 (USA, Japan, Australien und Indien) gelegt werden, da diese die wichtigsten Alliierten neben den 5Eyes (USA, UK, Kanada, Australien & (Neuseeland6)) darstellen. Hier zeichnet sich eine Neuordnung der Lieferketten ab.7 Auch die Staaten der NORDEFCO8, SOUTHDEFCO9 und 3 Meeres Initiative werden wahrscheinlich eine gewisse Bevorzugung durch die unsichtbare Hand des Hegemon erfahren. Darauf deuten bisherige Entwicklungen hin.10

Zusätzlich muss die aktuell vonstatten gehende Neuordnung des Mittelmeer Raumes Beachtung finden, denn hier ist sehr viel in Bewegung geraten. Neue Bündnisse sind entstanden und durch den neuen Rohstoffreichtum und die tiefere Einbindung verschiedener Staaten in die Wertschöpfungskette Europas tun sich hier neue Rechnungen auf. Die Bedeutung, die diese Entwicklungen für Europa, Nord-Afrika und den Nahen Osten haben, darf nicht unterschätzt werden.11 Daneben sollte unbedingt das Bevölkerungswachstum und der Grad der Urbanisierung in den Afrikanischen Staaten Beachtung finden. Durch die Schaffung der African Continental Free Trade Area (AfCFTA)12, als Baustein der Agenda 2063 der Afrikanischen Union, ergeben sich auf dem Schwarzen Kontinent voraussichtlich neue Chancen .

Ein mögliches Werkzeug bei der Rekonfiguration der Weltwirtschaft können die angedachten CO² Zölle sein. Diese Zölle werden, so wie es aktuell scheint, in Zukunft zumindest von Europa zum Einsatz gebracht werden. Ein Punkt bei dem man sich relativ sicher sein kann das hier ein protektionistisches Bestrafungs- / Belohnungssystem etabliert wird, um a) schwächeren Staaten den eigenen Willen aufzwingen zu können und b) die heimische Wirtschaft gegenüber den negativen Konsequenzen der Grünen Regulierungen zu schützen.

Diese aufgeführten Entwicklungen bieten Chancen in folgenden Ländern / Regionen / Kontinenten, welche langfristig genutzt werden können:

  1. Anglosphäre: die Staaten der QUAD, Five Eyes, Commonwealth of Nations
  2. die Staaten der 3 Meeres Initiative: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Kroatien und Österreich
  3. Afrika: die Gatekeeper des Europe-Mediterranean-Africa Commerical Connectivity Korridors Marokko und Ägypten
  4. Mittelmeer Anrainer Staaten speziell Griechenland, Frankreich, Italien & Israel

Die hier genannten Länder / Regionen können, wenn gewollt, durch aktiv gemanagte Funds abgedeckt werden. Es wäre ein Schuss in die Breite, sodass vielleicht einzelne Sektoren, die eventuell mit den genannten Staaten und Regionen übereinstimmen, ein besseres Chance Risiko Verhältnis bieten können.

Durch das oben schon angesprochene Chaos innerhalb der Lieferketten und die zunehmenden Unterbrechungen dieser wird der Trend Industrie 4.0 stark beschleunigt. Die Industrie 4.0 wird auch als Advanced Manufacturing bezeichnet. Neue Fertigungstechniken wie das Additive Manufacturing (3D Printing) im automatisierten Verbund mit herkömmlichen Methodiken wie z.B. Fräsen, Erodieren, etc. und New Man Made Materials sind auf dem Vormarsch. Hierdurch besteht die Möglichkeit effizientere Produktionsstandorte und Liefernetze aufzubauen, wodurch die Wege verkürzt und die Produktivität insgesamt gesteigert werden könnte. Das Chaos in den Lieferketten wurde nicht nur durch die Reaktionen auf die Pandemie verursacht, sondern auch durch Aktivitäten der Kommunistischen Partei Chinas und mit ihr assoziierter Gruppen gezielt verstärkt.13 Diese Tatsache zeigt allen beteiligten Akteuren die Dringlichkeit auf, von einer Just in Time hin zu einer Just in Case Organisation der Lieferketten zu transferieren. Dabei wird es nicht nur wichtig sein die Lagerhaltung kritischer Vorleistungen zu erhöhen, sondern auch die Redundanz im eigenen Versorgungsnetz zu verbessern. Eine Dezentralisierung der Produktionsabläufe weg von einer Lieferkette hin zu einem Liefernetz, könnte die Eliminierung von Single Points of Failure vereinfachen. Ein solches Bestreben muss hier im Mittelpunkt stehen. Im Angesicht der Digitalisierung aller Prozesse ist die effektive Abmilderung von Cyberangriffen und dessen Auswirkungen auf den reibungslosen Ablauf der Geschäftsoperationen ein absolutes Imperativ. Hierbei setzt sich die Einsicht langsam durch, dass von der Software Seite allein keine Sicherheit erlangt werden kann, sondern es ein Zusammenspiel zwischen Hardware und Software Lösungen sein wird.

Initiativen wie der Green New Deal bieten in Verbindung mit möglichen protektionistischen Maßnahmen in Europa und vielleicht Nordamerika die Chance das Regional tätige Unternehmungen eine sehr hohe Markteinstiegshürde zum Schutz vor möglicher Konkurrenz erhalten, wenn sie denn Karbon „Neutral“ produzieren. Dadurch besteht für die jeweiligen Unternehmungen die Chance auf eine Monopolartige Stellung und den damit verbundenen Gewinnen. Auf der anderen Seite muss mit Gegenmaßnahmen anderer Staaten gerechnet werden, die die Exporte der Europäischen Union selbst mindern würden. Geringerer Export gleich weniger US Dollar Einnahmen gleich abnehmender Wohlstand.

Während der 3D Druck Sektor und das Thema New Man Made Materials mittels Zertifikate oder Sektoren Funds abgedeckt werden kann, ist dass bei der Spekulation auf erreichen einer Monopolstellung nicht möglich. Hier müssen die aussichtsreichsten Unternehmen selbst identifiziert werden. Neben der Monopolstellung ist ein Bereich attraktiv, nämlich der Materialien die beim 3D Druck Verwendung finden. Dabei besteht die Möglichkeit, dass die Mittelsmänner ausgeschaltet werden. Die Liste der im Herstellungsprozess benötigten Vorleistungen würde dadurch stark verkürzt.

Werbeanzeigen

Minerale: Steigende Nachfrage trifft auf ein begrenztes Angebot

Regulierungen zum Schutz der Umwelt können ungewollte Wirkungen entfalten. Trotz der Pandemie wird die Weltwirtschaft auch in Zukunft wachsen und damit die Nachfrage nach Rohstoffen weiter ansteigen. Historisch gesehen ist die Gesamtnachfrage nach Mineralen pro Jahr um ca. 1% angestiegen.14 Dieses organische Wachstum trifft auf die Grüne Welle und führt wahrscheinlich zu einem starken Nachfrageschub für verschiedene Minerale, welcher aktuell nicht durch die bestehenden Minen abgedeckt werden kann. Grüne Technologien haben einen wesentlich höheren Verbrauch an Mineralen, als die Energiegewinnung mittels Fossiler Energien.15 Das bedeutet, dass eine anwachsende Nachfrage auf ein gehemmtes Angebot trifft, denn die Umweltschutzregulierungen und andere weiche Regulierungen wie ESG Kriterien16 stehen einem beschleunigten Ausbau der Kapazitäten entgegen.

Schätzungen zufolge müssen in die Erschließung neuer Minerallagerstätten und den Ausbau bestehender bis 2035 1,7 Billionen USD investiert werden, damit die bis dahin projizierte zusätzliche Nachfrage durch Grüne Technologien bedient werden kann. Die Elektrifizierung des Verkehrs und der kommunizierte Ausbau Grüner Technologien wird in Zukunft Unmengen an Kupfer, Nickel, Zin, Kobalt, Lithium, usw. verschlingen. Geschätzt wird, dass die Produktion von Lithium bis 2050 um 965% gesteigert werden muss, Kobalt um 585%, Graphite 383%, Indium 241% und Vanadium 173%, damit die zu erwartende Nachfrage bedient werden kann.17

Doch schon jetzt ist klar das in den vergangenen Jahren zu wenig in diesem Bereich investiert wurde, womit sich hier voraussichtlich mehrere Faktoren gegenseitig verstärken werden und die Knappheit der benötigten Minerale zunehmen wird.18

Es ist unter dem herrschenden ESG Regime, welches die Finanzierung von Bergbauprojekten erschwert, recht unwahrscheinlich, dass ein solches Ausmaß an Investitionen in der anvisierten Zeit gestemmt werden kann. Daneben verhindern bzw. erschweren in vielen Staaten strenge Umweltschutzauflagen und oft auftretende Bürgerinitiativen die Entwicklung von neuen Bergwerken.19 Außerdem darf hierbei nicht vergessen werden, dass die Entwicklung eines Bergwerks viel Zeit in Anspruch nimmt. Minerallagerstätten müssen

  1. zuerst gefunden werden,
  2. Wirtschaftlich erschließbar sein,
  3. die mit dem Bergbau verbundenen Genehmigungsprozesse überwunden,
  4. Investoren gefunden
  5. und die benötigte Infrastruktur geschaffen werden,

sodass das Bergwerk aufgebaut werden kann. Dieser Prozess umfasst schnell einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren, weshalb ich davon ausgehe, dass in den kommenden Jahren die Preise für die benötigten Minerale aufgrund realer Knappheit weiter ansteigen werden. Dieser mögliche Preisanstieg sollte die Gewinnaussichten der Bergbaugesellschaften fördern und darüber hinaus besteht die Chance auf gesteigerte Kursphantasien.

Ein zusätzlicher Aspekt der nicht übersehen werden darf ist der Wunsch nach unter Einhaltung Ethischer Richtlinien geförderten und verarbeiteten Mineralen. Eine Entwicklung die auf Chancen bei Europäischen, Nordamerikanischen und Australischen Bergwerken hindeutet. Insbesondere Bergbaugebiete in Norwegen, Schweden und England und die dort aktiven Unternehmen sollten für Europa von besonderer Bedeutung sein. Während für den Nordamerikanischen Markt wohl Bergbau Unternehmen die in den USA, Kanada und Australien tätig sind diese potentielle Nachfrage bedienen könnten.

Ein Punkt der beim Investieren in diesem Bereich beachtet werden muss ist der jeweilige mögliche Verwendungszweck von den einzelnen Mineralen. Manche von ihnen in denen zum Beispiel Kupfer, Zin, Nickel, Eisen oder Aluminium enthalten sind, finden in einer Vielzahl von Produkten Verwendung. Andere hingegen wie beispielsweise Minerale die Lithium oder Kobalt enthalten, kommen nur in einer sehr begrenzten Produktpalette zum Einsatz. Dieser Unterschied beeinflusst direkt das wirtschaftliche Risiko welches mit einer Bergbauoperation verbunden ist. Bei der erst genannten Gruppe sind die Verwendungsmöglichkeiten mannigfaltig, bei der zweiten kann die Nachfrage durch Technologische Weiterentwicklungen schnell wegfallen.

Zu bedenken ist, dass nicht nur im Bergbausektor Chancen lauern, sondern auch bei deren Zulieferern ergeben sich durch die beschriebene Lage gute Beteiligungsmöglichkeiten. Im Bergbau ist eine außerordentliche hohe Stahlqualität unabdingbar, da die Materialbelastung äußerst hoch ist. Das gilt auch für die Aktivitäten des Öl & Gas Sektors. Die Stahlqualität die eine Unternehmung anbieten kann ist damit der Maßstab ob die Unternehmung „Rar“ ist oder nicht. Auch der Karbon Fußabdruck sollte hinsichtlich der möglichen (ESG) Monopol Stellung Beachtung finden. Der Investor sucht knappe, nicht beliebige Güter!

Der Bergbausektor kann als ganzes über einen aktiv gemanagten Funds abgebildet werden, die Zulieferer Industrie jedoch nicht. Bei der zuliefernden Industrie müssen die einzelnen Unternehmungen identifiziert werden, deren Aussichten, von der zu erwartenden Investitions-Bonanza profitieren zu können, am besten sind. Ein Risiko welches die Handelshäuser und Rohstoffpreise betrifft und über Umwege die Bergbauunternehmen ist die Tatsache das Kupfer zum Beispiel gerne für die Rehypothekation genutzt wird. Das bedeutet das ein Teil der Nachfrage nicht dem Endverbrauch zugeführt wird, sondern damit Finanzgeschäfte getätigt werden. Das Selbe gilt für den Bereich der Fossilen Energieträger. Sollte also die Rehypothekation erschwert oder verboten werden, würde es die Handelshäuser besonders hart treffen. Die Gegenseite ist hier natürlich die reale Wirtschaft, welche von einer die Rehypothekation erschwerenden oder verbietenden Regulierung profitieren würde, da die Preise der Rohstoffe abnehmen würde. Zusätzlich besteht das Risiko, dass es zu Technologischen Fortschritten beim Recycling kommt. Deshalb muss ein Investor den Bereich des sogenannten Urban Mining im Auge behalten.20 Die Bestrebungen in der westlichen Welt eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren, um so die Abhängigkeit von Rohstoff / Material Importen zu begrenzen, sind ernst zunehmen. Wenn hier ein Fortschritt erzielt würde, hätte das langfristige Auswirkungen auf die Nachfrage neu geförderter Mineralen und damit auf die Umsatz- und Gewinnaussichten der Bergbaugesellschaften.

Werbeanzeigen

Ungeliebt unumgänglich – Fossile Energieträger

COP26, Klimaziele, Karbon Neutralität, Wasserstoffrevolution, alles nette Buzzwords die leider drängende Fragen übertünchen. Während Ziele über Ziele ausgegeben werden, bestehen immer noch nicht die Technologischen Lösungen, damit diese Ziele überhaupt erreicht werden könnten. Es wird einfach davon ausgegangen, dass die benötigten Technologien plötzlich entstehen und sofort einsetzbar sein werden, ohne dass dafür überhaupt die benötigte Infrastruktur besteht. All das benötigt Zeit und ist wahrscheinlich nicht in den anvisierten Zeiträumen zu erreichen.

Wie zuvor festgestellt bedeutet diese angestrebte Transformation eine riesige Nachfragesteigerung nach verschiedenen Mineralen. Daneben bestehen so einige praktische Hindernisse, welche sich nicht einfach weg wünschen lassen. Solar und Windkraftanlagen haben nicht nur einen sehr hohen Verbrauch von Mineralen zur Folge, sondern auch die exzessive Landnutzung trifft irgendwann auf Grenzen der Machbarkeit. So wie die Förderung von Öl und Gas und deren Nutzung unerwünschte Effekte mit sich bringt, so ist dieses auch bei der Nutzung Grüner Technologie der Fall. Die Förderung und Weiterverarbeitung der benötigten Minerale ist alles andere als Umweltfreundlich. Was die Landnutzung betrifft, Wind- und Solarkraftwerke nehmen laut Michael Schellenberger die 300 bis 400 fache Fläche eines Nuklear- oder Gaskraftwerkes ein.21 Ich denke, dass diese enorme Landnutzung langfristig dem politischen Wunsch nach Grünen Technologien eine Grenze setzen wird.

Zusätzlich besteht hier das Problem, dass diese im Moment favorisierten Lösungen vom Wetter abhängig sind, auf das wir keinen Einfluss nehmen können. Damit ist die sichere Versorgung der Bevölkerung und Wirtschaft mit Elektrizität nicht gegeben und es müssen Backup Lösungen bereitgehalten werden. Hier scheinen sich weltweit, entgegen dem Wasserstoff & Batterie Hype, Gas- und Kohlekraftwerke durchzusetzen. Sie sind relativ günstig, verlässlich und vor allem ist die entsprechende Technologie im Industriellen Umfang verfügbar.

Wasserstoff ist aktuell in vieler Munde doch werden auch hier die praktischen Hürden ignoriert. Wasserstoff ist kein Treibstoff, sondern ein Speichermedium für Energie. Der Wirkungsgrad im Transformationsprozess Elektrizität hinzu Wasserstoff liegt bei ca. 65 – 70%. Doch hier endet der Energieverlust nicht. Das Gas muss nach seiner Herstellung komprimiert werden, damit es zum Verbrauchsort transportiert werden kann. Das komprimieren des Gases wie auch der Transport nehmen Energie in Anspruch, egal aus welcher Quelle diese letztendlich kommt. Im Anschluss wird der Wasserstoff erneut in Strom umgewandelt um dann ein Auto anzutreiben. Insgesamt erreichen so nur ca. 38% der eingesetzten Energie ihre Verbrauchsbestimmung.22 Auch beim Transport und der Lagerung bestehen beim Wasserstoff Herausforderungen die erst noch gelöst werden müssen, wie auch bei dessen Nutzung.23 Die benötigte Infrastruktur existiert nicht und lässt sich nicht einfach so herbeizaubern. Die Entwicklung und der Bau der benötigten Infrastruktur wird viel Zeit in Anspruch nehmen und muss vor allem finanzierbar / die benötigten Ressourcen im ausreichenden Maße verfügbar sein. Für eine einfachere Einordnung kann man das Europäische Pipelinenetz betrachten. Der Bau des Pipelinenetzes begann in den 50iger Jahren des 20ten Jhdts. und hat bisher kein Ende gefunden. Allein die heutigen Genehmigungsverfahren, mit denen auch immer Umweltgutachten einhergehen, nehmen mehrere Jahre in Anspruch. Eine Tatsache, die neben den schon genannten, einem beschleunigten Ausbau entgegen steht.

Ein großer, oft ignorierter Nachteil der Grünen Technologien ist, dass die damit verbundenen Lieferketten entgegen den Sicherheitsinteressen der westlichen Staaten organisiert sind. Die Globalisierung a la Carte, als Reaktion auf das destruktive Verhalten der Kommunistischen Partei Chinas, steht dem Wunsch zum Einsatz Grüner Technologien entgegen. Das liegt daran, dass viele Vorleistungen wie z.B. die Raffinierung von Seltenen Erden recht Umweltschädlich sind, sodass sich diese Industrie in China konzentriert hat und aufgrund der strengen Umweltschutzauflagen nur sehr schwer im benötigten Ausmaß in die westliche Welt zurückgeholt werden kann. Hier gibt es zwar positive Entwicklungen, doch die Zeit ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Auch die Produktion der Solarzellen und die benötigten Vorleistungen sind in China, genauer genommen in Xingjiang konzentriert. Das führt zu der Vermutung das der Green New Deal in naher Zukunft auf die Realität der Staatlichen Sicherheitsinteressen treffen wird. Dabei kann man vermuten, dass sich die Seite der Sicherheitsinteressen gegenüber dem Green New Deal Lager durchsetzen wird.

Was neben diesen Überlegungen für den Öl, Gas und Kohle Sektor spricht ist die Bedeutung der Petrochemischen Industrie für unsere Gesellschaft. Die Kunststoffe die uns umgeben haben meistens ihren Ursprung im Öl und Gas. In den vergangenen Jahrzehnten stieg im Vergleich zu anderen Materialien die Nachfrage nach Kunststoffen am stärksten an. Stand 2018 wurden 69% der weltweiten Ölproduktion im Transport- (56%), Heizung (8%) und Elektrizitätssektor (5%) verbraucht. Auch bei der Nachfrage für Gas sieht es ähnlich aus. Hier werden für Elektrizität 40%, Heizung 21% und für den Transport 4% der globalen Produktion verbraucht.24 Verbrauchsstatistiken die darauf hinweisen, dass die Produktion lange Zeit fortgesetzt werden muss, da Einsatzgebiete jenseits der Energie Märkte existieren. Selbst die Produktion von Düngemitteln ist zu einem Teil auf die Verfügbarkeit von Gas angewiesen. Einem EU Bericht zufolge werden 3 – 5% der weltweiten Gasproduktion für die Herstellung von Düngemittel verwendet.25 Damit sollte einem bewusst sein, dass selbst wenn die Transformation der Mobilität und Elektrizitätserzeugung gelingen würde, die Nachfrage nach Öl und Gas nicht vollkommen kollabieren wird.

Weiterhin muss man sein Augenmerk auf Staaten wie Indien richten, denn diese haben ein relativ hohes Wirtschaftswachstum und eine sehr große weiter anwachsende Bevölkerung. Diese wachsende Bevölkerung will versorgt werden, was dazu führt, dass Staaten wie Indien weiter auf Fossile Energieträger angewiesen sein werden. Die Indische Regierung geht davon aus, dass für Indien noch für einen sehr langen Zeitraum Kohle, Gas und Öl, aufgrund der Kostenvorteile, die beherrschenden Energieträger sein werden. Es wird angenommen das die Endenergienachfrage in Indien bis 2042 um 8% pro Jahr wachsen wird.26 Eine Tatsache die auch bei den afrikanischen Staaten zutreffen sollte. Gesellschaften müssen sich die Lösungen für eine sichere Energieversorgung leisten können.

Die stetig steigende Nachfrage in Indien, allgemein Asien und Afrika wird voraussichtlich jedwede Einsparungen beim Verbrauch von Fossilen Energieträgern in der westlichen Welt nicht nur negieren, sondern um ein vielfaches übersteigen. Die Mehrheit der Weltbevölkerung ist nun einmal dort konzentriert und nicht in Europa, USA, Kanada, etc.. Man kann deshalb davon ausgehen das in den kommenden 10 Jahren insgesamt die Nachfrage nach Öl und Gas global zunehmen wird.

Diese steigende Nachfrage trifft wahrscheinlich auf zu geringe Investitionen, sodass die Gefahr einer zukünftigen Knappheit besteht. Historisch betrachtet ist die Nachfrage nach Öl über die vergangenen 30 Jahre um 1% pro Jahr angestiegen.27 Die Gas Nachfrage ist historisch gesehen sogar stärker angestiegen. In den 90iger Jahren stieg die Nachfrage nach Gas um 2,1% pro Jahr, im Zeitraum 2000 bis 2009 um 2,9% p.a. und von 20010 bis 2019 um 1,8% p.a.. Aktuell geht McKinsey & Company davon aus, dass die Nachfrage nach Gas bis 2035 pro Jahr um 2,2% ansteigen wird.28 Zukünftige, im ausreichenden Maße stattfindende, Investitionen sind durch utopische Wünsche der Politik kurz- bis mittelfristig gehemmt. Eine Tatsache die sich in weichen und harten Regulierungen innerhalb der westlichen Welt manifestiert, wodurch das Risiko besteht, dass zukünftig die Nachfrage das Angebot übersteigen könnte.

Aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit, dass die Nachfrage nach Kohle, Öl und Gas nicht abnehmen, sondern zunehmen wird, gehe ich davon aus, dass große Chancen, in diesem von vielen verschmähten Sektor, zu finden sind. Hierbei lohnt es sich nicht nur auf die üblichen verdächtigen zu achten, sondern auch auf die weniger in der Öffentlichkeit stehenden Dienstleister.

Alle großen Funde der näheren Vergangenheit waren Offshore gelegen. Hier gibt es spezielle Dienstleister die den Öl- und Gasgiganten Schiffe und Plattformen für Deep und Ultra Deep Water Operationen zur Verfügung stellen. Diese Dienstleister sind es, welche wahrscheinlich sehr früh von einer erhöhten Investitionstätigkeit der Öl- und Gasgesellschaften profitieren werden. Und auch in diesem Sektor, insbesondere im Offshore Bereich, ist bei den Zulieferern die beste Stahlqualität unabdingbar, was diesen mit dem Bergbausektor verbindet.

Eine weitere Chance ergibt sich bei einem Unternehmen, welches unteranderem in Afrika Lager Logistik und Tankstellennetze betreibt. Die zu erwartende Nachfragesteigerung in Afrika lässt sie recht attraktiv erscheinen.

Der Sektor kann ohne Probleme mittels aktiv gemanagter Funds abgebildet werden. Will man jedoch auf speziellere Dinge setzen oder spezifische Risiken ausschließen, dann ist man auch hier auf die Auswahl einzelner Aktien entsprechender Unternehmungen angewiesen. Was auffällig ist, ist dass der Sektor so unbeliebt ist, dass man aktuell manche Unternehmen für 0,21 Cent je 1 USD Unternehmenswert kaufen kann. Die oben angesprochene unterschiedliche Verwendung von Öl und Gas hat wie bei den Mineralen Auswirkungen auf das jeweilige Risikoprofil einer Investition. Ein weiteres Risiko sind aktivistische Aktionäre, deren Ziel es ist ,darauf zu pochen den CO² Fußabdruck der Unternehmen wie Exxon Mobile oder Royal Dutch Shell zu senken. Dieser Aktivismus hat in der Realität häufig die Folge, dass wertvolle Assets verkauft werden müssen, um dadurch die verlangte Minderung zu erreichen. Damit könnte es vielleicht sinnvoll sein nicht nach den Seven Sisters und deren Nachfolgegesellschaften zu schauen, die prominent im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, sondern Partizipationsmöglichkeiten aus der zweiten Reihe zu prüfen.29 Zusätzlich stellt die Technologische Weiterentwicklung im Bereich der Atomenergie ein gewisses Risiko dar. Besonders für die langfristige Nachfrage nach Gas zur Elektrizitätserzeugung. Hierbei sollte das Transformational Challenge Reactor Program vom Oak Ridge National Lab beobachtet werden.30 Es ist geplant den Reaktor im Jahr 2023 in Betrieb zu nehmen. Wenn dieses gelingt wäre es eine Entwicklung die sich sicherlich auf die langfristige Evolution des Energiemarktes auswirken würde.

Werbeanzeigen

Gegessen wird immer

Gegessen wird immer, eine abgedroschene Phrase, sie hat dadurch dennoch nichts von ihrem Wahrheitsgehalt eingebüßt. Seit langem herrscht eine Art Land Rush, bei dem sich die einzelnen Investoren (Privat und oder Staatlich) mit allen Mitteln um jedes verfügbare Landstück, dass auf den Markt kommt, bemühen. Die Sicherung der Lebensmittelversorgung für die eigene Bevölkerung, ist für einen Staat von höchstem Strategischen Interesse. Steigende Nahrungsmittelpreise führen zu politischer Instabilität.31 Die Nationale Sicherheit ist davon unmittelbar betroffen.

Das Bevölkerungswachstum wird auch zukünftig die Nachfrage nach Agrargütern ansteigen lassen. Über die vergangenen 40 Jahre ist die Weltbevölkerung mit einer Wachstumsrate von 1,4% gewachsen. Jedoch nimmt die jährliche Wachstumsrate ab. Seit 2000 ist die Wachstumsrate auf 1,19% p.a. abgesunken.32 Es ist ein Trend der sich abschwächt, dennoch wird eine Umkehr in nächster Zeit nicht zu erwarten sein. Das Gute ist, dass der Technologische Fortschritt mithält, sodass auch die Erträge weiter zulegen können. Jedoch werden die Nahrungsmittel im Normalfall nicht dort produziert, wo sich die Bevölkerung konzentriert. Die Verteilung der Nahrungsmittel ist eine enorme logistische Herausforderung, welche einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf deren Verfügbarkeit hat.

Allgemein bieten die USDA berichte einen guten Überblick über die Lage in den jeweiligen Ländern. Die Afrikanischen Staaten sollten hierbei nicht außer acht gelassen werden. Hier herrscht seit geraumer Zeit eine Art Land Rush.33 Dazu scheint die Sahelzone grüner zu werden.34 Das bietet Chancen für einzelne Unternehmen, doch ist das Risiko innerhalb Afrikas in einem solch hoch politischen Feld wie der Landverteilung in meinen Augen nicht abschätzbar. Hier gibt es Umwege, unter Einhaltung eines vertretbaren Risikos, an diesen Möglichkeiten mitverdienen zu können. Getreide- / Ölsaatmühlen, Düngemittelhersteller und Logistik Unternehmen welche die benötigten Schiffe (niedriger Tiefgang) und Hafenanlagen betreiben wären hier eine Möglichkeit zu investieren, ohne dass man den Sensiblen Bereich der Landverteilung berührt.

China ist ein Thema welches einen im Bereich Landwirtschaftliche Erzeugnisse nicht ruhig lassen kann. Das Land ist zum Beispiel der größte Produzent von Weizen, doch ist China nicht in der Lage die eigene Bevölkerung ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Durch die Schweinepest ist ihre Schweinefleischproduktion stark reduziert, was eine starke Verknappung ihrer Proteinversorgung verursacht hat. Diese Auswirkungen sind noch immer spürbar. Besonders weil die ASF immer wieder auftritt und zur Keulung von ganzen Beständen führt.35 Diese Notlage erkennt man z.B. daran, dass die Fischereiflotten Chinas illegal und äußerst aggressiv in den Exclusive Economic Zones (EEZ) andere Staaten operieren. Die Knappheit wird wahrscheinlich nicht so schnell verschwinden. Auch die Produktion anderer Landwirtschaftlicher Güter kann in China nicht in ausreichenden Maße mit dem Konsum mithalten. Tierfutter für ihre Schweinemast Bemühungen ist hier ein Punkt der schwer wiegt. Insgesamt deuten die Export Daten der USA und anderer Länder darauf hin, dass in China eine Knappheit an Lebensmitteln herrscht. Diese Versorgungsunsicherheit wird voraussichtlich noch viele Jahre anhalten, falls sie überhaupt intern gelöst werden kann. Die Zweifel sind angebracht da China, laut Weltbank Stand 2018, nur über 0,086 Hektar pro Person an Landwirtschaftlich Nutzbarer Fläche verfügt. Zum Vergleich verfügen die USA über 0,48 Hektar pro Person ,die Europäische Union über 0,22, Kanada 1,04 und Australien 1,24.

Damit gerät Brasilien in den Fokus, da dieses Land aktuell eines der Wenigen ist, welches in „kurzer“ Zeit seine Produktion von Landwirtschaftlichen Erzeugnissen steigern kann. Die Urbarmachung neuer Landwirtschaftlicher Flächen, wie auch deren Erhalt benötigt unter anderem Düngemittel. Aktuell werden in Brasilien wichtige Agrarwirtschaftliche Regionen von einer Dürre Periode malträtiert 36, ein Umstand der auch in anderen Regionen beobachtet werden kann.

Das Klima verändert sich, wie sich dieser Trend im Endeffekt auswirken wird ist ungewiss. Es gibt zwar Modellberechnungen, doch verhält es sich mit diesen schnell wie mit anderen Modellen, die auf Annahmen beruhen und oder die Realität vereinfacht darstellen, weil nicht alle Einflussfaktoren bekannt sind. Egal wie, die Veränderung des Klimas wird natürlich Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben. Seit einiger Zeit kann in wichtigen Anbauregionen ein Rückgang beim Ertrag von Wintergetreide beobachtet werden.37 Auch hier wird mittels vermehrten Einsatz von Düngemitteln versucht den Produktionsrückgang wettzumachen. Darüber hinaus kann seit 2018 die Produktion von Mais weltweit nicht mehr mit dem Verbrauch mithalten. Ein Faktor der dieses begünstigt ist die Verwendung von Agrargütern zur Herstellung von Biokraftstoffen. Wie lang diese Nutzung, von sehr begrenzter landwirtschaftlich nutzbarer Fläche aufrecht erhalten werden kann ist ungewiss. Doch wahrscheinlich werden uns die Biokraftstoffe noch viele Jahre begleiten. Außerdem sollte der Bereich der New Man Made Materials beachtet werden, da diese offensichtlich aus Landwirtschaftlichen Erzeugnissen gewonnen werden können.38 Beides hat einen direkten Einfluss auf den Nahrungsmittelpreis und damit auf die Gewinnmargen.

Die Landwirtschaftliche nutzbare Fläche, wie auch der Umstand, dass diese oft nicht in der Nähe von Bevölkerungszentren liegen, führt zum Thema Urbanfarming. Doch dieses ist nur ein Hype, ein nettes Buzzword, zum einen ist der Energieaufwand für Urbanfarming höher als für die konventionelle Landwirtschaft, zum anderen ist die Fläche die benötigt wird nicht einfach so zu bebauen. Um sich nur einmal eine Vorstellung davon machen zu können, von welch einer Bauleistung wir hier sprechen, sollte der Versuch unternommen werden auch nur einen Bruchteil der Landwirtschaftlichen Produktion in den Urbanen Raum zu holen, möchte ich hier am Empire State Building aufzeigen. Das Empire State Building hat eine Nutzbare Fläche von 208000 qm. In Hektar ausgedrückt sind das gerade einmal 20,8 ha. Natürlich muss man darauf verweisen, dass das Gebäude nicht für Indoor Pflanzungen gedacht ist, doch denke ich, dass man so ein gutes Gefühl dafür bekommt, dass hier praktische Grenzen existieren. Urbanfarming wird wahrscheinlich aufgrund der benötigten Fläche und der potentiellen Energieintensität auf wenige Einsatzmöglichkeiten begrenzt bleiben. Natürlich wird es hier profitable Zweige geben können doch für die Ernährung der Massen stellt Urbanfarming auf absehbare Zeit keine Alternative dar. Dieses gilt nicht, wenn Gewächshäuser mit hinzu gezählt werden. Sie sind jedoch schon seit vielen Jahrzehnten im Einsatz. Gewächshäuser haben definitiv ihre Berechtigung bei der Produktion von Gemüse, so wie man es zum Beispiel in Holland oder Spanien sehen kann. Doch auch hier ist unter anderem die zur Verfügung stehende Fläche der begrenzende Faktor. Weitere Faktoren die hierbei Grenzen setzen sind die Verfügbarkeit von ausreichend Wasser und relativ günstige Energie, denn moderne Gewächshäuser operieren nicht ausschließlich mit Sonneneinstrahlung, sondern werden zusätzlich künstlich beleuchtet und beheizt.

Düngemittel, wie zuvor schon angesprochen, sind in der Agrarwirtschaft die Vorleistung auf die die meisten angewiesen sind. Da die Nahrungsmittelnachfrage unelastisch ist, wird die Nachfrage nach Düngemitteln relativ stabil sein, bzw. langfristig weiter anwachsen. Hier ergeben sich Chancen. Manche der in diesem Markt operierenden Unternehmen sind sehr zyklisch und verhalten sich vom Kursverhalten her wie eine Bergbauoperation, was sie zumeist auch sind. Andere wiederum sind in ihrem Kursverhalten relativ stabil und verfügen über einen konstanten Free Cash Flow. In den USA und Brasilien hält eine Unternehmung aus Florida seit kurzem eine fast Monopolartige Stellung, was auf kommende starke Gewinnsteigerungen hindeutet. Auch in Europa gibt es in diesem Sektor starke Spieler, die darauf bedacht sind die ESG Kriterien zu erfüllen. An dieser Stelle lockt die Chance zukünftig eine quasi Monopolartige Stellung innerhalb Europas zu erreichen.

Insgesamt kann man festhalten, dass der Sektor, aufgrund der Bevölkerungszunahme und anderer genannter Entwicklungen, Wachstumschancen bereithält. Da die wachsenden Bevölkerungszentren oft weit von den Anbauregionen entfernt liegen, ist die Logistik äußerst wichtig. Das führt zu der Annahme, dass es unumgänglich ist, dass Unternehmen, die die erzeugten Güter weiter verarbeiten und oder Handel mit diesen treiben über eigene Logistikkapazitäten verfügen müssen.

Der Agrarwirtschaft Sektor kann zum einen über einen aktiv gemanagten Funds abgedeckt werden. In Speziellere Themen wie ausschließlich Düngemittel oder Getreide- / Fleischhandel und oder deren Logistik, wie auch Maschinen, Verpackungsmaterialien, Automatisierung, Erdbeobachtung. kann jedoch nur durch eine Einzeltitelauswahl investiert werden. Im Weltweiten Nahrungsmittel Handel gibt es die Gruppe der ABCD´s, die hierbei unumgänglich sind. Manche von ihnen sind öffentlich notiert, während andere gänzlich in privater Hand sind und nur Anleihen emittieren. Die Risiken die in diesem Sektor, neben den Wirtschaftlichen Risiko, lauern sind zumeist politischer Natur. Hier sind unter anderem Cyberangriffe, Export-/Importbeschränkungen, Zölle, Enteignungen, Steuern, Tier- und Umweltschutzauflagen zu nennen. Daneben kann es nicht schaden auf die Technologischen Fortschritte zu achten. Hier besteht die Chance aber auch das Risiko das zukünftige Fortschritte die Nachfrage nach herkömmlichen Düngemitteln reduzieren könnten.39 Dabei wird es dann natürlich Gewinner und Verlierer geben, weshalb es wichtig ist die Entwicklungen in dem Bereich zu verfolgen.

Werbeanzeigen

Der übersehene High Tech Sektor

Die NATO & EU Staaten wurden durch die falsche Annahme vom Ende der Geschichte getäuscht. Die USA gingen mit den Out of Area Einsätzen voran dicht gefolgt von Großbritannien. In folge dieser Neuausrichtung und beschleunigt durch 9/11 wurden auch die Europäischen Armeen verkleinert und vieler ihrer Kernfähigkeiten beraubt. Es kam vielen Europäischen Staaten gelegen, dass sie ihre Armeen verkleinern konnten. So konnte bei den Verteidigungsausgaben viel Geld eingespart werden. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen sind nun mal begrenzt und es war innenpolitisch opportun diese anders zu verwenden, besonders da die Illusion einer funktionierenden Landesverteidigung aufrecht erhalten werden konnte. Dabei gingen leider wichtige Fähigkeiten verloren.

Der Konflikt um Nagorno-Karabakh offenbarte eine Neue Doktrin des Krieges. Diese neue Doktrin wurde schon zuvor in Syrien, Libyen und der Ukraine entwickelt, doch kam sie dort noch nicht in ihrer Gänze zum Einsatz. So offenbarte der Nagorno-Karabakh Konflikt Schwachstellen und neue Möglichkeiten. Es ist eine Entwicklung die schon seit einigen Jahren vom Pentagon untersucht wurde und sich in ihrer Implementierung befindet.

Fehlende Fähigkeiten müssen deshalb aufgebaut und die Armeen neu ausgerüstet bzw. modernisiert werden. Das hängt mit der Veränderung der Geopolitischen Lage und dem Technologischen Fortschritt zusammen. Der offensive Einsatz des Militärs zum erreichen von Zielen ist nicht mehr ausgeschlossen. Das Gebaren Chinas & Russlands gegenüber den eigenen Nachbarstaaten zeigt dieses deutlich auf. Damit ist der mögliche Konflikt zwischen gleichstarken Armeen wieder in den Mittelpunkt der Aufgabenstellung gerückt. Davon sind nicht nur die NATO Staaten betroffen, sondern auch Japan, Indien und Australien. Daneben betrifft diese Entwicklung natürlich alle anderen Staaten der Welt.

Bei der Modernisierung und dem Wiederaufbau verloren gegangener Fähigkeiten muss man, wenn man in diesen Sektor investieren will, beachten, dass die US Amerikanischen Unternehmen oft einen anderen Kundenstamm anvisieren, als z.B. die Europäischen Rüstungsunternehmen. Während die USA und ihre engsten Verbündeten ein Kosten intensives Kill-Web40 aufbauen in dessen Zentrum die F35 steht, können sich diese Technik nicht viele Staaten leisten. Hier bieten europäische Anbieter vielleicht gute Alternativen an, die oftmals, falls dieses nötig ist, in US Amerikanische bzw. NATO Command and Control Netzwerke eingebunden werden können. Damit ist eine Teilhabe am Kill-Web möglich, was definitiv ein Verkaufsargument ist. Die Top 6 des Internationalen Waffenhandels im Zeitraum 2016 bis 2020 sind die USA mit 37%, Russland 20%, Frankreich 8,2%, Deutschland 5,5%, China 5,2% und Großbritannien 3,3%.

Wie zuvor festgestellt, stellt die F35 den Kern des Kill-Webs dar. Das modernste Kampfflugzeug, dessen eigentliche Aufgabe allzu oft übersehen wird. Die F35 ist eine Art Netzwerkknoten im sogenannten Kill-Web. Sensoren identifizieren und verfolgen ein mögliches Ziel, die F35 erhält die Informationen und weist das für die Mission am besten geeignete Waffensystem an das Ziel zu bekämpfen. Hierbei kann es ein mehrere 100 Meilen entfernter AEGIS Kreuzer sein oder eine Saab Gripen, Dassault Rafael oder Eurofighter Rotte, egal die Waffensysteme werden weltweit vernetzt.

Zu den Sensoren zählen unter anderem Drohnen, Satelliten, Pseudo-Satelliten, etc. und den mit ihnen verwendeten Einsatz Modulen wie z.B. Radar-, Sonar-, Signal Intelligence-, Electronic Intelligence-Module, etc.. Durch die alles umfassende Vernetzung bekommt die Cybersicherheit eine besondere Bedeutung. Defensive und Offensive Fähigkeiten werden von vielen Rüstungsunternehmen angeboten.41 Nicht nur für Staaten und deren Organe, sondern auch zum Beispiel für Energieunternehmen. Insgesamt bieten sich in dem Sektor Chancen an.

Das Kill-Web hat die F35 als Zentralen Baustein. Um dieses Waffensystem existiert ein ganzes Netz von Partner Ländern. Die dort damit beauftragten Unternehmen stellen im Zusammenspiel mit den jeweiligen Staaten das F35 Netzwerk. Unternehmen die in diesem Netzwerk mit eingebunden sind bieten wahrscheinlich Chancen und sollten von einem Investor genauer geprüft werden.

Auch die Drohnen Hersteller42 und Betreiber von Erdbeobachtungssatellitensystemen sind Bereiche der Rüstungsindustrie die nicht übersehen werden sollten. Hier sind große Investitionen nötig, damit die Armeen die angestrebten Fähigkeiten erreichen können. Zusätzlich bietet die Vernetzung der verschiedenen Systeme und die dafür benötigte sichere Kommunikation plus Navigationssysteme große Chancen. Darüber hinaus dürfen natürlich nicht die Marinewerften und Systemanbieter übersehen werden. Die Sicherung der Lines of Communication / Handelswege ist unumstritten die vornehmste Aufgabe des Hegemon. Es ist eine Art Service Leistung, durch die die USA überhaupt erst ihre Stellung als Hegemon sichern konnten. Ein gewichtiger Grund der die Bedeutung der Marine für die USA und ihre Alliierten hervorhebt.

Marine und Landstreitkräfte sind es auch, die eine Chance im Bereich der Zulieferer bieten, welche mit den Vorleistungen im Bereich des Bergbaus und den der Offshore Operationen übereinstimmt. Der Qualitätsanspruch an den verwendeten Stahl begrenzt hier die Anzahl der Unternehmungen, welche überhaupt nur in Frage kommen. An dieser Stelle sollte geprüft werden ob es nicht Überschneidungen bei den Stahllieferanten für den Bergbau-, Offshore und dem Additive Manufacturing Sektor gibt.

Werbeanzeigen

Der Sektor kann entweder über Funds abgedeckt werden oder über eine Einzeltitelauswahl. Im Fall der Zulieferer ist eine Einzeltitelauswahl unumgänglich. Insgesamt bietet der Sektor sehr gute Chancen. Obwohl er die Verkörperung von High Tech darstellt sind die meisten Unternehmen der Branche bewertet wie ein altes Industrie Unternehmen. Die Unternehmungen sind in ihren Bereichen wahrscheinlich führend, sei es bei der Software oder Hardware, egal. Dazu kommt noch ihre führende Stellung bei der Erschließung des Weltalls. Diese führende Stellung beruht auf einem Erfahrungsschatz, der über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Ein Vorteil der von einer möglichen Konkurrenz nicht so einfach ausgeglichen werden kann. Darüber hinaus sind viele Unternehmungen der Branche mit dem Thema Additive Manufacturing beschäftigt, da beim Militär ein sehr großes Interesse an dieser Technologie besteht.43 Manchmal sind sie nur Anwender, doch kann man davon ausgehen, dass viele Unternehmen der Branche intensiv an der Technik forschen und Neuentwicklungen vorantreiben, um sie in der Praxis umzusetzen. Ein weiterer Pluspunkt der für den gesamten Sektor spricht ist, dass hier sehr hohe Einstiegshürden existieren, es also einen tiefen und sehr breiten Regulatorischen Graben gibt, der eine mögliche Konkurrenz erschwert oder sogar verhindert. Die Risiken, die neben den Wirtschaftlichen bestehen, sind zum Einen aus dem Bereich der Politik wie z.B. Budgetkürzungen, Exportbeschränkungen, Rücktritt von bestehenden Verträgen, etc. und zum Anderen ist die Korruption immer wieder ein Thema. Korruptionsskandale können für eine davon betroffene Unternehmung bedeuten, dass sie von manchen Märkten für einen bestimmten Zeitraum ausgeschlossen wird. Ein Risiko das einem immer bewusst sein muss.

1The Return of Economic Nationalism: Shaping the Next Phase of “Globalization” À la Carte; https://sldinfo.com/2014/12/the-return-of-economic-nationalism-shaping-the-next-phase-of-globalization-a-la-carte/

2Analyse des artisanalen Kupfer – Kobalt – Sektors in den Provinzen Haut-Katanga und Lualaba in der Demokratischen Republik Kongo, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, 2019; https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Min_rohstoffe/Downloads/studie_BGR_kupfer_kobalt_kongo_2019.pdf?__blob=publicationFile&v=4

3Angola: João Lourenço puts his stamp on Luanda’s diplomacy; https://www.theafricareport.com/90281/angola-joao-lourenco-puts-his-stamp-on-luandas-diplomacy/?utm_source=twitter.com&utm_campaign=post_articles_twitter_21_05_2021&utm_medium=social & DR Congo’s president says he will renegotiate mining contracts; https://www.thecitizen.co.tz/tanzania/news/africa/dr-congo-s-president-says-he-will-renegotiate-mining-contracts-3401160

4Anglosphäre – Eine oft übersehene Macht; Anglosphäre – Eine oft übersehene Macht | Trading-Treff

5Quadrilateral Security Dialogue; https://en.wikipedia.org/wiki/Quadrilateral_Security_Dialogue

6Appeasing China, New Zealand abandons the Five Eyes; World: Appeasing China, New Zealand abandons the Five Eyes – PressFrom – US

7Australia-India-Japan Trade Ministers’ Joint Statement on Launch of Supply Chain Resilience initiative; Ministry of Commerce & Industry; PIB Delhi; https://pib.gov.in/PressReleaseIframePage.aspx?PRID=1714362#:~:text=The%2520Trade%2520Ministers%2520of%2520India,Mr

8NORDEFCO; https://www.nordefco.org/

9SOUTHDEFCO: Im Gegensatz zu NORDEFCO nicht institutionalisiert; Italien, Griechenland, Frankreich?

10The Three Seas Fund agrees its first investment; Three Seas Initiative Investment Fund (3siif.eu)

Three Seas region – report; Three Seas Initiative Investment Fund (3siif.eu)

11Griechenland: Greece’s Rise as a Trans-Mediterranean Power: Greece’s Eastern Mediterranean strategic shift to Europe-to-Africa and Europe-to-Middle East connectivity – Michaël Tanchum; Greece’s Rise as a Trans-Mediterranean Power: Greece’s Eastern Mediterranean strategic shift to Europe-to-Africa and Europe-to-Middle East connectivity – Michaël Tanchum : ΕΛΙΑΜΕΠ (eliamep.gr)

Italien: Italy’s Mediterranean Belt and Road; Taking a Page From Beijing’s Belt and Road, Rome Is Positioning Itself as the Center of Trade, Energy, and Transportation in the Mediterranean and Beyond (foreignpolicy.com)

Marokko & Algerien: The Post-COVID-19 Trajectory for Algeria, Morocco and the Western Sahara
Michaël Tanchum; The Post-COVID-19 Trajectory for Algeria, Morocco and the Western Sahara | IAI Istituto Affari Internazionali

Europa, Med & Afrika: Europe-Mediterranean-Africa Commerical Connectivity: Geopolitical Opportunities and Challenges – Michaël Tanchum; 000658ce-724a-d06d-208f-ea7ce5c4e409 (kas.de) & Europe–Africa Connectivity Outlook 2021: Post-Covid-19 Challenges and Strategic Opportunities by Michaël Tanchum; Europe–Africa Connectivity Outlook 2021: Post-Covid-19 Challenges and Strategic Opportunities (iai.it)

Afrika: AfCFTA launches – now Africa must make it succeed; AfCFTA launches – now Africa must make it succeed – African Business

Spanien: Spain launches Horizonte África to increase regional presence; Spain launches Horizonte África to increase regional presence (theafricareport.com)

Griechenland & Saudi Arabien: Greece signs deal to provide Saudi Arabia with Patriot air defence system; Greece signs deal to provide Saudi Arabia with Patriot air defence system | Reuters

The Eastern Mediterranean Security and Energy Partnership Act of 2019; Congress Passes Menendez-Rubio Bill Reshaping U.S. Policy in Eastern Mediterranean (senate.gov)

Griechenland & UAE: Understanding the Emirati-Greek relationship; Understanding the Emirati-Greek relationship | Middle East Institute (mei.edu)

Japan in Afrika: Japan expands its trade and investment in Africa; https://african.business/2019/08/economy/japan-expands-its-trade-and-investment-in-africa/

12About the African Continental Free Trade Area (AfCFTA); https://afcfta.au.int/en/about

13This Is Not a Test: APT41 Initiates Global Intrusion Campaign Using Multiple Exploits; This Is Not a Test: APT41 Initiates Global Intrusion Campaign Using Multiple Exploits | FireEye Inc

14Mineral Supply and Demand into the 21st Century – By Stephen E. Kesler; https://pubs.usgs.gov/circ/2007/1294/reports/paper9.pdf

15Minerals for Climate Action: The Mineral Intensity of the Clean Energy Transition – CLIMATE-SMART MINING FACILITY Kirsten Hund, Daniele La Porta, Thao P. Fabregas, Tim Laing, John Drexhage; https://commdev.org/pdf/publications/MineralsforClimateActionTheMineralIntensityoftheCleanEnergyTransition.pdf

16Integration von ESG-Kriterien; https://www.kfw.de/nachhaltigkeit/KfW-Konzern/Nachhaltigkeit/Nachhaltige-Unternehmensprozesse/Nachhaltiges-Investment/Nachhaltiger-Investmentansatz-der-KfW/Integration-von-ESG-Kriterien/

Werbeanzeigen

17Changing Mining Practices and Greening Value Chains for a Low-Carbon World; https://www.igfmining.org/changing-mining-practices-and-greening-value-chains-for-a-low-carbon-world/

18Copper supply faces struggle to keep up with growing demand; https://www.spglobal.com/marketintelligence/en/news-insights/latest-news-headlines/copper-supply-faces-struggle-to-keep-up-with-growing-demand-60471925

19U.S. to list Nevada flower as endangered, dealing blow to lithium mine; https://www.reuters.com/business/environment/us-officials-list-nevada-flower-endangered-dealing-blow-ioneer-2021-06-03/

20The Coming Global Industrial Transformation; https://www.bficapital.com/post/the-coming-global-industrial-transformation

21Vgl: Minerals for Climate Action: The Mineral Intensity of the Clean Energy Transition; S.11: Low-carbon technologies, particularly solar photovoltaic (PV), wind, and geothermal, are more mineral intensive relative to fossil fuel technologies. For example, about 3,000 solar panels are needed for 1 megawatt (MW) of capacity of solar PV; this means that a 200 MW solar PV project could be as big as 550 American football fields (Mathis and Eckhouse 2020); https://commdev.org/pdf/publications/MineralsforClimateActionTheMineralIntensityoftheCleanEnergyTransition.pdf

22Energy conversion for Hydrogen cars is only half that for BEVs; https://energypost.eu/energy-conversion-for-hydrogen-cars-is-only-half-that-for-bevs/

23Impacts of H2 Blending on Capacity and Efficiency on a Gas Transport Network; https://asmedigitalcollection.asme.org/GT/proceedings-abstract/GT2019/58721/V009T27A014/1067281 &

Flame Flashback in Premixed Hydrogen-Air Combustion Systems; Georg Martin Baumgartner; https://www.mw.tum.de/fileadmin/w00btx/td/Forschung/Dissertationen/baumgaertner15.pdf

24The Future of Petrochemicals; https://ec.europa.eu/energy/sites/ener/files/documents/iea-the_future_of_petrochemicals.pdf

25Fertilisers in the EU; https://ec.europa.eu/info/sites/default/files/food-farming-fisheries/farming/documents/market-brief-fertilisers_june2019_en.pdf

26India’s Energy and Emissions Outlook: Results from India Energy Model; https://niti.gov.in/sites/default/files/2019-07/India%E2%80%99s-Energy-and-Emissions-Outlook.pdf

27Global oil supply- and – demand outlook to 2040; https://www.mckinsey.com/industries/oil-and-gas/our-insights/global-oil-supply-and-demand-outlook-to-2040#

28 Global gas outlook to 2050; https://www.mckinsey.com/industries/oil-and-gas/our-insights/global-gas-outlook-to-2050

29Seven Sisters; https://en.wikipedia.org/wiki/Seven_Sisters_(oil_companies)

30Oak Ridge National Lab; https://tcr.ornl.gov/media/

31Food Prices and Political Instability; https://www.imf.org/en/Publications/WP/Issues/2016/12/31/Food-Prices-and-Political-Instability-24716

32Entwicklung der Weltbevölkerungszahl von Christi Geburt bis zum Jahr 2020; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1694/umfrage/entwicklung-der-weltbevoelkerungszahl/#professional

33Land grabbing in Africa and the new politics of food; http://www.fao.org/family-farming/detail/en/c/308860/ & Chinese companies corralling land around world; https://asia.nikkei.com/Spotlight/Datawatch/Chinese-companies-corralling-land-around-world

34The Greening of the Sahara: Past Changes and Future Implications; https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2590332220301007

35African Swine Fever in China Increasing Uncertainty of 2021 Production; African Swine Fever in China Increasing Uncertainty of 2021 Production (fb.org)

36World Agricultural Production, United States Department of Agriculture, 2021-05; https://apps.fas.usda.gov/psdonline/circulars/production.pdf

37US Hard Winter Wheat Production, CME Group; w_ushwprod.gif (639×445) (cmegroup.com)

38Iowa gives Archer-Daniels-Midland, Japanese firm $1 million apiece for ‚holy grail‘ bid to make artificial spider silk; https://eu.desmoinesregister.com/story/money/business/2021/05/24/iowa-gives-1-million-archer-daniels-midland-adm-artificial-spider-silk-quest-spiber-japan-moonshot/5210364001/

39The Mosaic Company; https://investors.mosaicco.com/press-releases/news-details/2021/Mosaic-and-AgBiome-Announce-Collaboration-to-Develop-Biological-Alternatives-to-Enhance-Soil-Health/default.aspx

40Multiple Basing, Kill Webs and C2: Shaping a Way Ahead; https://sldinfo.com/2021/01/multiple-basing-kill-webs-and-c2-shaping-a-way-ahead/

41BAE Systems; https://www.baesystems.com/en/what-we-do/cyber-security—intelligence

L3Harris; https://www.l3harris.com/capabilities/cyber

Leonardo S.p.A.; https://www.leonardocompany.com/en/security-cyber

Raytheon Technologies; https://www.raytheon.com/cyber/capabilities/range?_ga=2.216467605.2028559839.1594226659-427474615.1594226659

QinetiQ; https://www.qinetiq.com/en/what-we-do/services-and-products/focus-on-cyber-resilience

uvm.

42Pentagon budget 2022: US Navy requests increased unmanned investments; https://www.janes.com/defence-news/news-detail/pentagon-budget-2022-us-navy-requests-increased-unmanned-investments

43Raytheon Technologies; https://www.rtx.com/News/2020/06/03/A-bright-future-for-3D-printing

Kongsberg Gruppen – Kongsberg Maritime; https://www.kongsberg.com/kmagazine/2016/3/printing-three-dimensions/

Werbeanzeigen

Eine Antwort auf „5 Investment Thesen für die 20iger Jahre“

Schreibe eine Antwort zu Der Treuhänder Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: