Der Treuhänder

Beobachtung zum Umgang der Bürger mit den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung

Die Folgende Beobachtung ist auf einen Land-Kreis beschränkt und es ist mir nicht möglich zu bestimmen, ob es in anderen genauso ausschaut. Die Menschen zeigen in der aktuellen Krise ein erstaunliches Verhalten.

Was lässt sich beobachten?

  • Viele Menschen verfolgen auf der einen Seite die Nachrichten / Medien / Experten Podcasts und stimmen mit deren Schlüssen und dargebrachten Forderungen überein, besonders wenn sie dazu öffentlich befragt werden.
  • Mit jedem weiteren Wochenende begegnen mir mehr und mehr Menschen im Wald, die in großen Gruppen so etwas wie wandernde Kneipen darstellen. Diese wandernden Kneipen sind nicht auf eine Altersgruppe begrenzt.
  • Zusätzlich trifft man sich im Garten zum Grillen und dabei passiert es immer wieder, dass Teilnehmer davon berichten, dass sie die Experten Ratschläge doch sehr ernst nehmen.

Einfach gesagt, zwischen geäußerte Meinung und dem eigenen Verhalten klafft eine riesige Divergenz. Diese Divergenz spiegelt wahrscheinlich die „wahre“ Haltung der Menschen wider und die geäußerte Meinung nur die antizipierte Erwartungshaltung anderer Personen / Personengruppen. Es ist wohl dem Umstand geschuldet, dass Gesetze und Regulierungen, welche gegen das natürliche Menschliche Verhalten gerichtet sind, keinen Erfolg haben können. Schon allein der Versuch der Implementierung solcher Gesetze und Regulierungen führt auf beiden Seiten, dem Staat (Regierung, Verwaltung, …) und den Bürgern zur Frustration. Die Frustration führt allzu oft dazu, dass von Staatsseite aus die Strafen erhöht werden und dem Zwang durch die vermehrte Anwendung der zur Verfügung stehenden Mittel Nachdruck verliehen wird. Während auf der Seite der Bürger die Ignoranz gegenüber Gesetzgeberischen Maßnahmen zunimmt und parallel dazu neue Informelle Ökosysteme Entstehen, die sich der staatlichen Kontrolle entziehen.

Solche Gesetze und Regulierungen können kurzfristig nur mit Zwang und Gewalt von einem Staat durchgesetzt werden. Sie sind aber von Anfang an zum Scheitern verurteilt und unterminieren langfristig den Kitt der die Gesellschaft zusammenhält.

Wie ernst es einer Regierung ist, dass sich eine Krankheit wie COVID-19 nicht noch einmal zu so einer Katastrophe auswächst, kann vielleicht an der Anzahl der Krankenhäuser gemessen werden. Ich denke es ist ein guter Hinweis, denn wie es sich zeigt reicht die bereitstehende Infrastruktur und Personalstärke für Extreme nicht aus. Hier passierte 2020 das gleiche wie schon in den Jahren zuvor: Die Anzahl nahm ab.

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