Der Treuhänder

Ausweg aus dem wirtschaftlichen Dilemma der EU

Dem seit über einem Jahrzehnt anhaltenden Dilemma, welches aus der Großen Finanzkrise und der im Anschluss geschehenen Eurokrise entwachsen ist, wird man mit den aktuellen Mitteln nicht entkommen können. Die bisher durchgeführten Maßnahmen wie das Quantitative Easing haben nur den Transnationalen Kooperationen geholfen, nicht der Gesellschaft in ihrer Gänze. Während sich Großkonzerne in Europa auf dem Kapitalmarkt im Tausch für negative Zinsen Kapital besorgen können, kann dass der Mittelstand nicht. Auch Gründer verfügen nicht über diesen Luxus. Insgesamt sind diese Maßnahmen Wettbewerbsfeindlich, ein Umstand der sich in dem sehr geringen Wirtschaftswachstum der Europäischen Union widerspiegelt.

Hierbei spielen auch noch andere Maßnahmen mit hinein, wie z.B. die ESG Richtlinien, die nur die Kosten erhöhen aber nicht für eine erhöhte Produktivität sorgen. Die ESG Richtlinien und andere harte und weiche Regulatorische Maßnahmen haben um die bestehenden Großkonzerne Europas einen sehr tiefen und breiten Graben gezogen, sodass Konkurrenz nahezu ausgeschlossen ist. Damit sind die wirtschaftlichen Verhältnisse festgeschrieben und eine effiziente Entwicklung der Wirtschaft ist so nicht möglich. Die Großkonzerne können sich diese ESG Richtlinien und Co. leisten, doch die kleinen und mittleren Unternehmungen nicht. Diese verschwinden zwangsweise vom Markt, sodass eine Monopolisierung der Wirtschaft stattfindet. Dass alles ist aber kein Natur Gesetz, sondern ist eine Ursache fehlgeleiteter Regulierung und der angewandten Finanzalchemie.

Ein Ausweg aus dem Dilemma wäre es, wenn a) das Gründen einer Unternehmung wieder einfacher gestaltet würde, wie auch b) der Prozess zum Patentieren von Erfindungen. Die künstlich durch schlechte Regulierung geschaffenen Gräben müssen abgeschafft werden, da sie die Großkonzerne Unterstützen, während die kleinen und mittleren Betriebe an diesen zugrunde gehen.

Zusätzlich müssen c) die Zinsen angehoben werden, denn diese sind der Hauptgrund für das Zusammenbrechen der Angebotsseite. Die Angebotsseite ist es die Arbeitsplätze schafft. Sobald die Großkonzerne sich nicht mehr für Nullzinsen oder Negativzinsen Kapital besorgen können, sind auch sie dazu gezwungen in neue Produktionsmittel zu investieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aktuell besorgen sie sich lieber das Kapital am Anleihemarkt und „simulieren“ eine rege Geschäftstätigkeit.

Diese drei Wege würden die gesamte Angebotsseite stärken. Dadurch würden neue Arbeitsplätze in Europa entstehen und eine neue wirtschaftliche Dynamik kann sich entfalten. Erst durch das entstehen gut bezahlter Arbeitsplätze käme es zu einem Dreh in der Vermögensverteilung und damit langfristig auch zu einer Stimulation der Nachfrageseite.

Leider wird in Europa aktuell genau das Gegenteilige verfolgt. Der Green New Deal, Quantitative Easing und Gedanken zu einem Allgemeinen Grundeinkommen, höhere Steuern, Vermögenssteuern und Co. klingen zwar alle oberflächlich gut, doch dahinter verstecken sich die Maßnahmen, die die aktuellen schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in Europa zu Gunsten der Großkonzerne und der Superreichen hervorgebracht haben. Mit solchen wohlklingenden Maßnahmen werden die bisherigen Verhältnisse betoniert und die Rolle der Politik, Verwaltung und Großkonzerne gestärkt, die schon jetzt in einer Melange miteinander verbunden sind, die an die Wirtschaftliche Organisation des Faschistischen Italiens erinnert.

Umsatz minus Kosten gleich Gewinn. Ist kein Gewinn möglich, weil die Kostenseite künstlich aufgebläht wird, so verschwindet das Angebot (Unternehmer stellen ihre Geschäftstätigkeit ein) und damit auch die Arbeitsplätze.

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